Going Dark - crusta.de Abgeschaltet

Ich war bis dato regelmäßiger Leser des Blogs crusta.de. Mir ist aber inzwischen aufgefallen, dass da seit längerem nichts mehr in meinem River landet. Heute hab ich das Debuggen wollen und bin recht schnell auf die Ursache gestossen: die Betreiberin hat die Seite abgeschaltet mit folgender Meldung:

Alles hat irgendwann mal ein Ende..

Nach 7 Jahren ,Crusta' möchte ich mich bei meinen Leserinnen & Lesern bedanken.

Leider ist es mir im Moment aus zeitlichen Gründen nicht möglich, mich wirklich vernünftig um mein Hobby zu kümmern. Mir ist die Entscheidung nicht wirklich leicht gefallen, aber ich bin nicht der Typ, der irgendetwas nur ,halbherzig' macht - entweder ganz oder gar nicht. :-)

Ich habe mich dazu entschieden, den Blog mit den Inhalten nicht mehr zugänglich zu machen. In meinen Augen hat dies keinen Sinn, da viele Dinge mittlerweile überholt sind und keine neuen Informationen mehr dazu kommen.

Euch allen weiterhin viel Spaß an eurem Hobby - keep on shrimping!

Und das ist alles, was auf der Seite noch zu sehen ist. Sämtliche alten Postings, Bilder und Berichte sind weg. Verloren. Für immer.

Zuerst dachte ich daran, die Betreiberin zu kontaktieren, habe es mir dann aber doch anders überlegt. Der Text ist ja recht unzweideutig. Ich kann nachvollziehen, dass man ein Hobby aufgibt, wenn man keine Zeit mehr dafür hat. Wofür ich wenig Verständnis habe ist, dass man die Resultate seiner Arbeit dann einfach wegwirft. Oder - wie hier - löscht, bzw. unzugänglich macht.

An sich ist es das Recht eines jeden Netzteilnehmers, seine Inhalte vom Netz zu nehmen. Aber unfair und ein bischen unrecht ist es jedoch ebenso. Immerhin gab es auf der Seite einen nicht unerheblichen Wissensschatz, der vielen Leuten geholfen hat und wohl auch weiter geholfen hätte, gäbe es die Inhalte noch. Nun sind sie aber verloren. Von den Erfahrungen und dem Wissen, dass die Autorin dort veröffentlicht hatte, wird die Nachwelt nun nicht mehr profitieren. Sicher geht davon die Welt nicht unter, man kann sich auch gut anderswo über Garnelen informieren, Quellen gibt es genug. Aber gerade praktische, langjährige Erfahrungen sind es, aus denen oftmals erst neue Erkenntnisse entstehen.

Traurigerweise war die Autorin ausserdem sehr konsequent, was ihr "Going Dark" betraf: es gibt auch keine archivierten älteren Versionen der Seite mehr auf archive.org oder im Google Cache.

Tja, für mich nicht wirklich nachvollziehbar. Insbesondere wenn man bedenkt, dass die komplette Infrastruktur der Seite weiter von irgendjemand betrieben wird: die Domain ist bezahlt und erreichbar, es gibt einen Server, auf dem Server läuft ein Wordpress welches nur die obige Meldung ausgibt. Wahrscheinlich sind die Inhalte sogar noch in der darunter liegenden Datenbank vorhanden. Ein letztes Abschiedsposting hätte es angesichts dessen auch getan. Kommentarfunktion schliessen und laufen lassen und der Käs wäre gegessen gewesen.

Mir ist das schon mehrmals in letzter Zeit aufgefallen, dass Leute das so handhaben. Über die Gründe kann ich nicht mal spekulieren, ich verstehe es nicht. Man stelle sich vor, bei Wikipedia würde der letzte Autor aufhören und würde die Seite einfach dicht machen. Klar, ich vergleiche Äpfel mit Birnen, das Dilemma ist aber das gleiche.

23 October 2014 | #gesellschaft

 

Und sie fliegt doch - Projekt Hummelwiese

Vor kurzem habe ich das Buch Und sie fliegt doch von Prof. Dave Goulson gelesen. Empfohlen hatte es Florian Freistetter und ich kann mich ihm nur anschliessen: das muss man gelesen haben!

Dave Goulson ist nicht nur der führende Hummelforscher, er ist auch der Gründer des Bumblebee Conservation Trust, der sich dem Erhalt und Wiederansiedlung von Hummeln widmet. Da es bei mir zu Hause auf Fehmarn auch nicht gerade rosig aussieht für Hummeln (und viele andere Nektarsammler), weil es hier nur Landwirtschaft, Dörfer und Strassen gibt, habe ich beschlossen, auch meinen kleinen Beitrag zum Erhalt dieser tollen Insekten zu leisten.

Ich habe also einen Teil der Wiese hinter unserem Haus umgegraben und werde dort im Lauf der Zeit eine Hummelwiese anlegen, auf der ich primär Wildblumen aussähen werde. Angenehmer Nebeneffekt: die meisten dieser Wildblumen kann man gleichzeitig auch als Futterpflanzen für unsere Bartagamen nutzen. In diesem Post werde ich den Fortschritt dokumentieren, Updates wird es allerdings nur alle paar Monate geben, sowas braucht eben seine Zeit.

Heute ist das Beet fertig geworden, Grassoden wurden entfernt, umgegraben, 350 Kg Findlinge als Begrenzung eingebracht, gehackt und geharkt. Die Tage werde ich noch einige Gehsteine im Beet einbringen, damit man darin arbeiten kann.

2015-07-02 - Zimpelkraut:

2015-07-02 - Weicher Storch:

2015-07-02 - Biene auf Siegmarskraut:

2015-07-02 - Siegmarskraut:

2015-07-02 - Biene auf Siegmarskraut:

2015-07-02 - Schwedenklee:

2015-07-02 - Quirlmalve:

2015-07-02 - Kornblume:

2015-07-02 - Knäulglockenblume:

2015-07-02 - Biene kopfüber:

2015-07-02 - Quirlmalve:

2015-07-02 - Gelbklee:

2015-07-02 - Biene auf Petersilie:

2015-07-02 - Biene auf Kornblume:

2015-07-02 - Biene auf einer Malve:

2015-06-15 - Mohnblütenmeer:

2015-05-29 - Storchschnabel:

2015-05-29 - Kornblume:

2015-05-29 - Ackeraugen:

2015-05-17 - Sogar unser Rosmarin blüht, wow:

2015-05-17 - Woanders im Garten blüht es auch:

2015-05-17 - Ein paar Blüten sind schon da:

2015-05-17 - Erstes Grün auf der Hummelwiese:

2014-10-03 - Die fertige Hummelwiese:

2014-10-03 - 350 Kg Findlinge:

2014-10-03 - Das frisch umgegrabene Beet:

2014-10-03 - Dass es sich noch lohnt, Hummeln zu helfen, sieht man hier: gestern hat sich eine Erdhummelkönigin in unseren Wintergarten verirrt:

Update 2015-07-02:

Mein Frauchen hat heute eine Menge tolle Bilder gemacht, Hummeln und Bienen in Aktion!<p>Update 2015-06-15:</p>Inzwischen hat sich das Beet in ein Meer aus Mohnblüten verwandelt:<p>Update 2015-05-29:</p>Langsam wird es was:<p>Update 2015-05-17:</p>Bei uns auf Fehmarn dauert das ja immer ein bischeln länger, bis die ersten Pflanzen kommen. Aber jetzt ist es soweit, das Hummelbeet ist inzwischen komplett grün. Auch ein paar erste zaghafte Blüten sind zu sehen. Allerdings sind nur ein paar von zwei Dutzend Sorten gekommen: Mohn, Kornblume und Ringelblume. Ich denke aber das ist normal. Die Pflanzen für die die kargen Bedingungen gut sind, sind halt da, die anderen eben nicht. Vielleicht kommen im Verlauf des Sommers (oder der nächsten Jahre) ja noch andere Pflanzen.

03 October 2014 | #draussengewesen

 

Makro Objektiv Getestet

Ich habe neuerdings für meine Nikon D80 ein Makroobjektiv, ich tue mich aber vergleichsweise schwer damit klar zu kommen. Jedenfalls, was Aquariumfotos angeht. Jetzt hab ich es mal draussen probiert und siehe da, klappt schon besser!

2014-09-29 - Noch eine Biene:

2014-09-29 - Eine Biene:

2014-09-29 - Eine Wildbiene:

2014-09-29 - Ein Marienkäfer:

29 September 2014 | #fotografie

 

Qualitätsblogger

Fefe berichtet heute, dass Jesus nicht gekreuzigt worden sei:

Jesus wurde gar nicht gekreuzigt, sondern fuhr lebend in den Himmel auf, während Judas an seiner Stelle ans Kreuz musste. Außerdem war Jesus gar nicht der Sohn Gottes sondern bloß ein Prophet. Das steht im Barnabas-Evangelium. Wie, kennt ihr nicht? Das wurde in einer 1500 Jahre alten Bibel in der Türkei gefunden. *Popcorn*!

Der Link führt zur LA Times, der Artikel dort ist vom 6. Mai diesen Jahres. In dem Artikel dort wird u.a. auch zur Primärquelle verlinkt: Ethnography Museum of Ankara. Der dortige Artikel wiederum ist vom 23.02.2012. Man beachte auch die falsche Abbildung in der LA Times.

Jedenfalls war auch 2012 schon klar, dass das alles kompletter Unfug ist: der Textfund aus Ankara wurde im Jahre 1500 nach Christus verfasst und beinhaltet Teile des Matthäusevangeliums.

Das herauszufinden, hat mich keine 2 Minuten gekostet. Und dann regt sich Herr von Leitner regelmäßig über die schlechte Qualität der Presse auf, auf die er aber gleichzeitig weiter regelmäßig verlinkt.

Update 2015-11-02:

Ich bin reingefallen: <blockquote>Dieses Blog hat nämlich das Ziel, die Medienkompetenz der Leser zu steigern. Gelegentlich packe ich sogar einen handfesten Hoax oder eine Satire zwischen die anderen Meldungen und schreibe das auch nicht dran.</blockquote>

22 September 2014 | #geschwätz

 

Heuschrecken Zucht

Wir haben seit ein paar Monaten einige Heuschrecken über, die wir von Freunden bekommen haben. Wir halten die nur so, unsere Bartagamen bekommen die nicht zu fressen. Wo wir dabei waren, wollten wir mal schauen, ob wir die zur Fortpflanzung bewegen können.

Die ersten Versuche waren erfolglos. Wir haben einen Behälter mit Substrat (Erde + Sand) reingestellt, den haben sie misachtet. Statt dessen waren immer Löcher am Boden im Papier. Dann haben wir einen wesentlich grösseren Substratbehälter versucht, aber den haben die Schrecken auch nicht gemocht. Geklappt hat es dann, als ich kurzerhand in den ganzen Behälter Substrat eingegeben habe, siehe Bild 1.

Mal sehen, wie es weitergeht...

2014-11-27 - Blaue Heuschrecke:

2014-10-24 - Schreckmasse:

2014-10-21 - Nahaufnahme:

2014-10-19 - Und beim Fressen:

2014-10-19 - Jungtiere nach 1 Woche:

2014-10-19 - Jungtiere nach 1 Woche:

2014-10-19 - Jungtiere nach 1 Woche:

2014-10-14 - Schreckennachwuchs frisch geschlüpft:

2014-10-14 - Schreckennachwuchs frisch geschlüpft (neben 3cm grossem Griff):

2014-09-18 - Stellungswechsel:

2014-09-18 - Heuschrecken beim Gangbang (3 Paare!):

2014-09-14 - Abgelegte Heuschreckeneier mit Schaum:

2014-09-14 - Zuchtbehälter:

Update 2014-11-27:

Neuerdings haben wir auch blauen Nachwuchs, gestern geschlüpft:<p>Update 2014-10-24:</p>Hier mal ein Bild vom aktuellen Haufen. Mittlerweile sind das echt viele geworden, mein lieber Schwan. Die dunkle in der Mitte ist 9 Tage alt, die meisten anderen sind jünger.<p>Update 2014-10-22:</p>Nach langer Recherche hat sich eine Erklärung für die grüne Farbe gefunden. Zum einen scheint es sich bei unseren Tieren um Locusta migratoria zu handeln und nicht um Schistocerca gregaria. Die Tiere leben in zwei verschiedenen Phasen, der solitären und der gregaren Phase. Letzteres ist der Schwarmmodus, die Tiere sind dann gelb-schwarz, während sie in der solitären Phase grün sind.
Wenn die Alttiere gut genug Futter - vor allem Grünfutter - haben, es also keinen Mangel gibt, legen Sie Solitäreier. Wenn die Resourcen jedoch knapp sind, legen sie dunkle rot-schwarze Eier, aus denen sich dann die Tiere im Schwarmmodus entwickeln. Da wir unsere Heuschrecken - im Gegensatz zu vielen anderen Terrarianern - relativ artgerecht halten, haben wir Solitärnachwuchs. Wir füttern fast ausschliesslich Grünzeug, und das stammt zu 90% aus eigenem Anbau. Wir reinigen den Behälter auch regelmäßig.
Ein weiterer Aspekt ist eventuell, dass wir über Monate nur 7 Exemplare hatten, die wir von einer Bekannten bekommen hatten. Üblicherweise verwenden wir nämlich nur argentinische Waldschaben. Da wir für die Schrecken also keinen Verwendungszeck hatten, haben wir sie einfach nur gehalten. Und das ist nun das Resultat.
Zu erwähnen sei noch, dass solitäre Heuschrecken produktiver sind und allerdings auch agressiver.
In diesem Artikel hier der Uni Konstanz kann man den Unterschied zwischen den Modi schön sehen.<p>Update 2014-10-19:</p>Eine Woche nach dem Schlupf. Noch immer ist völlig unklar, warum sie grün sind. Vom Körperbau sind es eindeutig Wüstenheuschrecken, die eigentlich als Jungtiere gelb sind. Wanderheuschrecken hingegen, deren Körperbau ähnlich ist, sind in dem Alter schwarz und werden später rot. Grün gibts da nicht. Hm…<p>Update 2014-10-14:</p>Inzwischen sind die ersten Kleinen geschlüpft. Entgegen unserer Erwartung sind sie allerdings grün und nicht schwarz, wie sie sein sollten. Und wirklich winzig (5mm lang).<p>Update 2014-09-18:</p>Den Heuschrecken scheint es in dem neu eingerichteten Behälter gut zu gefallen, denn sie haben ein neues Hobby entwickelt: Gangbang :)

14 September 2014 | #terrarium