Alles wird gut!

Gestern hatte ich mit meinem Stiefsohn ein Gespräch. Das ist an sich erstmal nichts ungewöhnliches, das Thema aber schon. Er ist einer dieser typischen jungen Leute, die sich anscheinend gar nicht für Politik interessieren, die ausser Facebook und Computerspielen nichts im Kopf haben und denen ansonsten das Schicksal der Welt egal zu sein scheint. Scheint, das ist das Stichwort.

Er fing von selber mit Fragen über Griechenland und Reparationszahlungen an, ich erklärte es ihm. Es ging weiter über Merkel, Austerity, Weltwirtschaft, Weltkrieg, Herrschaft, Macht und Machterhalt, Eliten, und so weiter, ein Wort gab das nächste und ich hatte die unbeschreiblich seltene Gelegenheit, einem jungen Menschen mit einem Virus zu infizieren. Und ich hab sie weidlich genutzt. Das war wie ein klitzekleines Fensterchen des Zweifels in seinem Geist, durch das ich zu ihm durchdringen konnte. Und es ist mir sogar gelungen, das Fenster grösser zu machen und ich hege die Hoffnung, dass es auch offen bleibt. Denn das ist meiner Meinung nach das Allerwichtigste: einen offenen Geist zu haben, offen zu sein für Neues, neue Denkmuster, Dinge von der Rückseite zu beleuchten, Querzudenken. You name it.

Das war ein höchst seltener, kostbarer Moment, wie mir im Nachhinein bewusst geworden ist. Und es war ein erhebendes Gefühl, ETWAS weitergeben zu können an die nächste Generation, quasi der Geburt eines neuen kritischen Geistes beizuwohnen.

Ein zentraler Punkt unseres Gesprächs war, dass Alles immer schlimmer wird, dass es bergab geht und wir letztlich alle untergehen werden. Er hat diese symptomatische Einstellung, die ich an dieser Stelle als Zynischen Pessimismus bezeichnen möchte - keine Erfindung meinerseits, darauf komme ich noch. Man begegnet zynischem Pessimismus tagtäglich überall. Gefühlte 99% der Menschen mit denen ich Kontakt habe, neigen zu dieser Weltanschauung. Kern dieser Anschauung ist, dass es früher besser war, als heute und dass die Welt immer schlechter wird, bzw konkret die Menschen immer schlechter werden.

Allerdings ist das ein Irrtum, ein gewaltiger noch dazu. Mein Stiefsohn begann darüber zu sinnieren, wie cool es doch sei, in der Ritterzeit zu leben. Kämpfen, Fressen, Ficken (das ist ein Zitat *g*). Allerdings musste ich ihm diesen Zahn ziehen. Ich erklärte ihm, dass die Menschen im Mittelalter selten älter als 40 Jahre alt geworden sind. Dass - wo wir bei Zähnen sind - Karies eine mögliche Todesursache war. Und das Kämpfen in diesen Zeiten bedeutete, im Schildwall zu stehen, knietief in einem Morast aus Schlamm, Eingeweiden, Scheisse und abgehackten Körperteilen mit einer Überlebenschance von ein paar Prozent. Und dass auf diesen Schlachtfeldern der Ruf "Sanitäter!" noch unbekannt war. Ich erklärte ihm, dass die Leute damals - so sie denn nicht in den Krieg eingezogen worden sind - von Sonnenaufgang bis Untergang mit Überlebenskampf und schwerer körperlicher Arbeit beschäftigt waren. Ohne Krankenkasse, Arbeitszeitbegrenzungen, Freizeit, freiem Wochenende oder gar Urlaub. Und dass in den Betten der Leute damals mehr Viehzeug lebte, als wir heute in einem Komposthaufen akzeptieren würden.

Also ja: die Welt ist besser geworden. Ich persönlich möchte um keinen Preis mit irgendeinem Leben in der Vergangenheit tauschen wollen. Vielleicht mal als Gast, zum Schauen. Mal für eine Stunde sich am Schrecken "ergötzen" oder wie man das nennen mag, ok. Aber nicht länger. Heute leben wir länger, wir haben Freizeit und zwar reichlich davon. Und es gibt weniger Gewalt. Was mich wieder zum eigentlichen Problem führt, dem zynischen Pessimismus. Glaubte man der Berichterstattung in den etablierten Medien, werden die Menschen immer gewalttätiger. Immer mehr Kriminalität, wohin man auch schaut. Mord und Totschlag! In Wahrheit ist es genau umgekehrt. Es gibt immer weniger Gewalt. Ein Blick in die Kriminalstatistik genügt. Weniger Vergewaltigungen, weniger Raubüberfälle, weniger Morde. Vor allem weniger Morde.

Die spannende Frage ist, warum viele Menschen - wie mein Stiefsohn - das nicht so wahrnehmen. Und die nächste Frage ist, warum das überhaupt so ist. Die erste Frage ist leicht zu beantworten: unsere Gesellschaft entwickelt sich immer weiter. Wir werden in Summe immer friedlicher und friedliebender. Das geht einher mit einer immer höheren Akzeptanzschwelle für Gewalt. Meinem Stiefsohn habe ich diesen Effekt so erklärt: vor 20-30 Jahren wurde über einen Mord in der Zeitung auf Seite 3 irgendwo in einer Ecke berichtet (sofern das Opfer nicht prominent war). Heute jedoch wird darüber auf Seite 1 berichtet. Und zwar nicht nur an dem Tag, an dem der Fall bekannt wurde. Nein, auch am darauffolgendem, und dem danach, und dem danach - wochenlang manchmal! Und diese Berichterstattung findet auf allen Kanälen gleichzeitig in dieser Weise statt. Wenn heutzutage jemand ermordet wird (am schlimmsten ist es, wenn das Opfer ein Kind war), dann sind sämtliche Medienkanäle voll mit Mord und Totschlag!

Die Ursache dafür ist nicht - wie viele Verschwörungstheorien es gerne hätten - in korrumpierten Medien zu suchen. Die Ursache ist die praktisch nicht mehr vorhandene Akzeptanz für Gewalt in der Gesellschaft. Und dieser Prozess schreitet voran. Was heute nur tagelange Entrüstung hervorruft, wird in einigen Jahren Aufruhr verursachen, wochenlange Proteste, ein Geschrei und massenhaftes Entsetzen, das nach Artikulation sucht.

Ein anderes Beispiel, anhand dessen ich dem Stiefsohn die friedlicher werdende Menschheit erläutert habe, war die US-Army. Es ist wirklich nicht lange her, dass regelmäßig Särge in die USA zurückkehrten. Selbst mein Stiefsohn erinnert sich daran. Aber das ist heute ziemlich selten geworden. Die USA führen immer noch Krieg, daran hat sich im Grundsatz nichts geändert. Nur dass sie das inzwischen mit der Fernbedienung tun: Drohnen erledigen die schmutzige Arbeit. Und Soldaten sterben dabei nicht. Woran liegt diese Entwicklung? Viele meinen, es sei eine Frage des Geldes. Eine Drohne sei billiger als ein Soldat. Aber das stimmt keineswegs. Im Gegenteil: Drohnen kosten ein Heidengeld. Und die Soldaten braucht man trotzdem noch. Um die Drohnen herum ist eine aufwändige Infrastruktur am Leben zu erhalten. Warum also dieser exorbitante Aufwand? Die Antwort lautet: Tod wird von der Gesellschaft nicht mehr akzeptiert, weil sie friedlicher geworden ist. Ja, noch immer werden von den Drohnen Menschen getötet, was scheinbar noch akzeptiert wird. Doch man sollte sich nicht täuschen lassen. Auch diese Front bröckelt. Von Akzeptanz kann da schon lange keine Rede mehr sein. Letztere Tendenz führt zur Enwicklung präziserer Drohnen, empfindlicherer Sensoren. Alles mit dem Ziel so wenig Menschen wie möglich zu verletzen. Eine Attitüde, die die Feldherren des Zweiten Weltkriegs schrill auflachen lassen würde. Damals wurde eine Bombe abgeworfen und gut war es.

Soweit zur Theorie. Aber irgendetwas stinkt da. Etwas ist faul. Etwas stimmt da nicht. Eine Frage schwelt an der Grenze zum Bewusstsein, die unangenehm zu werden droht. Gefährlich. Dieser zynische Pessimismus: wie war das nochmal? Gefühlte 99% der Menschen neigen zu dieser Weltanschauung? Warum? Die Erkenntnis, dass die Welt eigentlich immer besser wird, sollte doch die gesamte Menschheit jubeln lassen! Aber es jubelt keiner, alle jammern und klagen! Was ist da los?

Enter Rebecca Solnit.

Ich gebe zu, noch nichts von ihr gelesen zu haben. Aber es gibt aktuell ein Interview mit ihr im BOMB Magazine. Sie beantwortet in diesem Interview diverse Fragen. Das für mich faszinierende ist aber, dass sie vor allem jene soeben aufgeworfene Frage nach dem Warum des zynischen Pessimismus beantwortet:

Machteliten glauben an eine käufliche, selbstsüchtige und im Grunde mönströse Version der menschlichen Natur (die eigentlich ihre eigene ist!). Solnit erinnert uns daran, dass man nicht unvorstellbar reich und mächtig werden kann, wenn man ein Engel ist. Diese Leute sind davon überzeugt, dass nur ihre Macht den Rest von uns auf Linie halten kann und wenn diese Macht irgendwie schrumpft oder schwindet, wird unsere unterschwellige gewalttätige Natur an die Oberfläche geraten und die Menschheit untergehen.

Wie ich oben bereits dargelegt habe, ist die Erkenntnis, dass dem nicht so ist, eminent. Auch Solnit hat das erkannt. Aber da Machtmenschen überhaupt nur wegen ihrer finsteren Ansichten und Methoden soweit kommen konnten, sehen sie auch nur Finsternis um sich herum. Der "Pöbel" da draussen ist für solche Leute eine immerwährende potentielle Gefahr. Machtmenschen nutzen jede sich bietende Gelegenheit, einen Konkurrenten auszubooten, mit allen sich bietenden Mitteln, rücksichtslos, gewissenlos. Ich gehe soweit zu behaupten, dass Machtmenschen im Grunde immer Soziopathen sind, sogar sein müssen. Kein vernunftbegabter Mensch, der auch nur über ein Minimum an Empathie und Menschenliebe verfügt, wird jemals Macht erlangen. Und so gehen diese Soziopathen davon aus, dass Alle so sind wie sie selbst. Sie haben Angst, dass die Menschen bei einer Demonstration anfangen, zu plündern, einander zu vergewaltigen und alles zu zerstören, was ihnen in den Weg kommt. So wie sie selbst es tun mussten, um ihre Macht zu erlangen.

Doch die Realität sieht freilich anders aus. Solnit erläutert das am Beispiel eines Mannes während 911. Der Mann war Athlet, er war zusammen mit Kollegen auf der Flucht vor den einstürzenden Hochhäusern. Durch seinen sportlichen Körperbau wäre er von allen der schnellste gewesen. Statt aber so schnell wegzulaufen wie er konnte, ist er mit Absicht langsamer geworden, um die langsameren Kollegen zu unterstützen. Im Angesicht des sicheren Todes hat der Mann eine rationale Entscheidung getroffen, die nicht unmittelbar ihm selbst zum Vorteil gereichte. Solche Beispiele der Selbstlosigkeit gibt es viele. Unzählige. Und sie belegen vor allem eins: die Schwarz-Weiss-Sicht der Machteliten ist grundfalsch.

Und hier schliesst sich der Kreis. Damit die Soziopathie der Machteliten weiter zum Machterhalt beiträgt, muss der zynische Pessimismus, den deren Weltanschauung eigentlich darstellt, erhalten, gepflegt und verbreitet werdeen. Indem die grosse Masse der Menschen dem gleichen zynischen Pessimismus anheim fällt, erhält die Mehrheit die Macht einer Minderheit von Soziopathen aufrecht.

Was also kann man tun, um diesen Kreis zu durchbrechen? Und mit "Durchbrechen" meine ich präzise: diese korrupten Betrüger namens Merkel & Co in die Wüste zu schicken. Das ist im Grunde sehr einfach: Spread the Word! Verbreitet diese Erkenntnis, dass sich die Menschheit eigentlich in eine positive Richtung entwickelt! Erzählt jedem der es nicht hören will, dass Gewalt weniger wird und immer weniger akzeptiert wird!

Und vergesst die Erfolge nicht zu erwähnen. Denn Geschichte wird beileibe nicht von grossen Staatsmännern, Königen oder Päpsten gemacht. Nein, der Schwarm macht Geschichte, Meme machen Geschichte, Ideen machen Geschichte, die grosse Masse der Menschen als solche macht Geschichte. Die grossen Männer (und heutzutage Frauen) springen immer nur nachträglich auf den längst fahrenden Zug auf und versuchen auf ihre soziopathische Art Profit aus neuen Entwicklungen zu schlagen. Allerdings nicht nachdem sie zuvor versucht haben, sie mit allen Mitteln zu bekämpfen. Erst, wenn das nicht gelungen ist (und es gelingt nie!), vollziehen sie die 180°-Wende und versuchen das Neue als ihren eigenen Erfolg zu verkaufen. Solche Manöver müsst Ihr enttarnen! Sprecht darüber! Schreibt darüber! Bloggt darüber!

Um Rebecca Solnit zu zitieren:

Die Menschen haben vergessen, wie anders die Welt wäre, wenn wir nicht all diese Dinge getan hätten. Die Frauenbewegung, die Umweltschutzbewegung, die Queerbewegung und die verschiedensten Bewegungen zur Rassengerechtigkeit: sie waren nicht alle vollständig erfolgreich, aber es wurde viel erreicht. Oft sind unsere Erfolge unsichtbar: die Spezies, die nicht ausgestorben ist, der Dissident, der nicht exekutiert wurde, die Bürgerrechte, die nicht abgeschafft wurden, das Sumpfgebiet, das keine Shoppingmall wurde.

Diese unsichtbaren Erfolge müssen verbreitet werden. Daraus wird Hoffnung geboren. Hoffnung, dass es nicht sinnlos ist, sich gegen Autoritäten aufzulehnen. Wenn Euch in Zukunft jemand fragt: aber was soll ich als einzelner nur tun?! Das hier ist die Antwort.

Update 2013-04-09:

Ein ausgezeichnetes Beispiel ist das hier: I’m a loser and I want to change that - now. Ein Mensch voller Selbstzweifel. Und wie reagiert “Der Pöbel”? Mit einem Grad der Noblesse, die erhebend ist. So viele Ratschläge und Aufmunterungen auf einen Haufen hab ich noch nicht gesehen. Niemand kommt auf die Idee, an dem Mann herumzukritteln.

09 April 2013 | #gesellschaft

 

Oplegnathus fasciatus nach 5000 Seemeilen in DC angespült

Während des Tsunamis ist von Japan aus ein Boot weggespült worden. An Bord waren in einem Kasten einige Fische, Algen und Krabben eingesperrt:

 

Nach 2 Jahren Reise und über 5000 Semeilen später wurde das Boot "Saisho-Maru", bei Long Beach, Washington, USA angespült. Die 5 Stück  Oplegnathus fasciatus waren quicklebendig!

 

So weit, so rührend.

Vier der fünf Tiere sind jetzt allerdings tot. Sie wurden eingeschläfert weil sie an der US-Küste eine invasive Spezies darstellen. Der einzige Überlebende, oben abgebildet, befindet sich nun in einem Becken im Seaside Aquarium.

Da frage ich mich doch, was in den Köpfen dieser Leute vor sich geht. Schon klar, dass es keine gute Idee ist, wenn diese dort nicht vorkommende Spezies im dortigen Biotop auf Raubzug ginge. Aber der Fünfertrupp befand sich an Bord eines Bootes in einem Becken. Eingeschlossen. Die hätten auch einfach alle Fünf in das Aquarium tun können!

Ich meine, ich bin durchaus für Naturschutz und so weiter. Aber mir kommt der Fall hier irgendwie übertrieben vor.

Zuständig dafür ist ein gewisser Allen Pleus vom Washington Department of Fish and Wildlife. Ich hab den mal angeschrieben. Vielleicht krieg ich ja eine nähere Erklärung und ich reg mich völlig umsonst auf.

Quellen:

Update 2013-04-09:

Hab den Titel des Postings geändert.<p>Update 2013-04-09:</p>Ich hatte Alan Pleus angemailt und ihn nach den Hintergründen der Euthanisierung gefragt. Netterweise hat er geantwortet:

Thank you for your recent email message about the striped beakfish that were discovered in a boat that appears to have drifted to Washington following the Japanese earthquake and tsunami in 2011.

As you have read, all but one of the fish were euthanized. This was done under the authority of Washington state law, which requires our department to move rapidly to protect Washington's environment, native species and commercial and recreational fisheries from threats posed by non-native aquatic invasive species.

The fish themselves are not a rare species (common reef fish and commercially raised in Korea), the fact that they stayed with the boat all the way to shore is the rare part. Keeping a specimen alive requires expensive quarantine facilities and a long-term intent to maintain for research or public display. Now that we know some public aquariums are interested in live species from the debris, we will try to work with them more often.

Specimens such as these beakfish have great scientific value as we attempt to understand how they could have survived such a long journey and whether they pose a threat to our state and to the entire eastern Pacific Coast. As such, we routinely analyze the characteristics of the non-native species that arrive in Washington, including their genetic signature, diet, the presence of disease or parasites.

Ultimately, we operate under the principle that it is more humane to prevent the establishment and spread of potentially invasive species - which could cause significant environmental damage and economic hardship in Washington and elsewhere - than to allow a limited number of non-native specimens to remain alive.

Sincerely,

Allen Pleus WDFW AIS Coordinator

Gut, dann verstehe ich es. So wie das klingt, scheinen die dort ziemlich strenge Artenschutzgesetze zu haben. Doch immer wieder gut, mal über den Tellerrand zu schauen. War meine Entrüstung also ungerechtfertigt.

08 April 2013 | #gefunden

 

Alles Neu: Aquarium 120x50x40

Nun, da ich mit dem neuen Terrarium fertig bin, fängt das nächste Projekt an. Man hat ja sonst nichts zu tun :)

Bisher habe ich ja 2 Becken: ein 112L und ein 54L. Die beiden kommen weg und statt dessen wird es in Zukunft nur noch 1 Becken geben, das aber grösser: 120 breit, 50 tief und 40 hoch, macht zusammen 240 Liter. Da das kein Standardmaß ist (Standard wäre 50 hoch, dafür bin ich aber zu klein!), habe ich mir das von Aquarienbau Hamburg anfertigen lassen. Und wo ich schonmal dabei war, sind dann auch gleich Schienen für den Hamburger Mattenfilter mit eingeklebt. Ausserdem wird die Front und die Seiten aus Weissglas sein, zwecks besser Gucken, wissen schon. Allerdings muss ich das erst noch abholen, daher kann ich davon noch keine Bilder vorweisen.

In das Becken wird ein Teil meiner bisherigen Pfleglinge: Endlers und Corydoras Paleatus einziehen sowie ein Trupp Rainbow Shiners (Regenbogenelritzen). Das Becken wird ein Kaltbecken, also ungeheizt sein, so wie im Grunde bisher auch schon das 112L-Becken.

Als Pflanzen werde ich keine Stängelpflanzen mehr verwenden, sondern nur Cryptocorynen, Echinodorus und Anubias plus eventuell Moos. Der Grund dafür ist, dass ich dann nicht mehr das Problem habe, dass die Stängelpflanzen untenrum keine Blätter mehr haben und ich da ewig am Frickeln bin. Und ausserdem - bei Takashi Amano gelesen, dessen Buch ich jetzt schon zum 4ten Mal gelesen/angeschaut habe - mögen Cryptocorynen lieber altes Substrat, was ich bestätigen kann. Für mich also insgesamt besser und pflegeleichter.

Ausserdem werden reichlich Steine und noch reichlicher Wurzeln reinkommen. Ich habe seit 2 Wochen in der grossen Wassertonne massenweise Wurzeln versenkt (mit einem angebundenen Lochstein beschwert) und noch 2 20Liter-Eimer auch voll mit Wurzeln. Von denen such ich mir nachher das beste aus.

Das neue Becken wird oben offen sein (so wie mein Kleines jetzt), beleuchtet wird mit einer ATI Sunpower mit 4 39W T5 Röhren. Ich hab mir die dimmbare Variante mit Steuerung gegönnt (vielen Dank an das Finanzamt an der Stelle!). Es wird also kein plötzliches Ein- und Ausschalten mehr geben, was die Fische immer ziemlich geschockt hat.

Als Unterschrank werde ich einen Eigenbau verwenden. Das Teil ist fertig. Es besteht aus 9x7cm und 4,5x4,5cm Balken mit einer Arbeitsplatte obendrauf. Der Unterschrank hat Türen und ist in Buche gebeizt. Sieht schonmal gut aus für meinen Geschmack. Und das Gewicht wird er definitiv tragen können. Auf der rechten Seite ist kein Zwischenregal eingebaut, weil dort die CO²-Flasche hinkommen wird (Hefepanscherei wirds also auch nicht mehr geben).

Hier schonmal Bilder vom Unterschrank:

2014-03-18 - emers:

2013-07-11 - Becken nach knapp 3 Monaten:

2013-06-13 - Gesamtansicht Emers:

2013-06-12 - Gesamtansicht nach knapp 2 Monaten:

2013-06-11 - Bewachsener HMF:

2013-06-11 - Schlauch und Wurzeln der emersen Pflanzen:

2013-05-21 - Becken nach 5 Wochen:

2013-05-20 - Pflanzen wachsen aus dem Becken raus II:

2013-05-20 - Pflanzen wachsen aus dem Becken raus I:

2013-05-20 - Die Corys fühlen sich pudelwohl:

2013-05-17 - Eine Tillandsie hat begonnen zu blühen:

2013-05-17 - Schlauchende neu verlegt:

2013-05-12 - Emers nach 3,5 Wochen:

2013-05-12 - Becken nach 3,5 Wochen:

2013-05-04 - Pflanzkörbe Detail:

2013-05-04 - Neue Komplettansicht:

2013-04-26 - Becken vom 26.4.2013 :

2013-04-23 - Emers Komplettansicht :

2013-04-21 - Klar:

2013-04-20 - Hydroast links:

2013-04-20 - Hydroast hinten:

2013-04-19 - Mondlicht von unten:

2013-04-19 - Mondlicht von oben:

2013-04-19 - Das Becken am ersten Tag:

2013-04-18 - Geimpft:

2013-04-18 - Gepflanzt:

2013-04-18 - Einrichtung aufgebaut:

2013-04-17 - Becken ist aufgebaut, Elektrik steht:

2013-04-17 - Die bestellten Pflanzen:

2013-04-12 - Ein Berg an Technik: CO²-Anlage, Leuchtbalken, T5-Röhren, Osmose-Anlage (für die Trockenzeit, die wir hier auf der Insel neuerdings im Sommer immer haben), noch mehr Steine, Pumpe usw.:

2013-04-12 - Das sind ca 250 Liter Regenwasser, das sollte für die Erstbefüllung reichen :):

2013-04-12 - In den beiden schwarzen Eimern sind die kleinen Wurzeln und das andere sind Steine und Kies:

2013-04-12 - Das sind die grossen Wurzeln, die in der grossen Wassertonne wässern:

2013-04-10 - Test Mondlicht:

2013-04-06 - Unterschrank von vorn mit offenen Türen:

2013-04-06 - Unterschrank offene Rückseite:

2013-04-06 - Unterschrank von Aussen:

Update 2014-03-18:

Die emerse Bepflanzung wuchert vom feinsten.<p>Update 2013-07-11:</p>Ich habe das Becken ein wenig umgebaut, damit die Elritzen mehr Schwimmraum haben.<p>Update 2013-06-11:</p>Heute beim Wasserwechsel hab ich mal fotografiert. Man kann hier sehen, wie ich den Schlauch verlegt hab sowie, wie der HMF inzwischen zugewachsen ist.<p>Update 2013-05-21:</p>Ich hab gestern nacht nochmal eine Fotosession gemacht. Geht da besser, weil es keine Reflektionen gibt. Hier das Resultat (nach 5 Wochen Laufzeit):<p>Update 2013-05-17:</p>Gestern sind die Panzerwelse und Otothyropsis piribebuy eingezogen, sowie meine verbleibenden 3 Leuchtaugenbärblinge, die ich nicht losgeworden bin. Ausserdem hab ich den Auslauf vom Filter neu verlegt, unter den am Rand eingehängten Pflanztöpfen entlang ganz nach links. So hab ich jetzt endlich die gewünschte schöne Strömung im Becken,<p>Update 2013-05-12:</p>Update nach 3,5 Wochen Laufzeit: wegen dem nitritverseuchten Regenwasser hab ich noch immer ein bischen Nitrit im Becken, ich lass das jetzt aber so. Ich hab genug Wasser gewechselt und die Nitrobacter brauchen ja auch Futter. Im Becken sind jetzt wesentlich mehr schnellwachsende Pflanzen drin (hauptsächlich Wasserpest und Muschelblume). Algen halten sich auf dem Status quo.<p>Update 2013-05-04:</p>So, da die Holzdinger Schimmel hatten, habe ich jetzt für die emersen Pflanzen auf Pflanztöpfe umgestellt. Die hab ich einfach mit einem Draht eingehängt und gut ist. Ausserdem sind oben noch ein paar Pflanzen dazugekommen (Tillandsien).<p>Update 2013-04-26:</p>Es wächst und gedeiht. Inzwischen sind auch noch ein paar Anubias und Valisnerien dazugekommen.<p>Update 2013-04-23:</p>Auf den Rat eines Tillandsien-Experten aus einem Reptilienforum hab ich jetzt noch ein Regalbrett über dem Becken mit einer 39W T5 Röhre drunter, weil die sonst zu wenig Licht kriegen.

Aber mal sehn, ich hoffe, die meisten der emersen Pflanzen (die neuen, bei einigen weiss ich es ja schon aus Erfahrung) vertragen es so wie es jetzt ist.

Zum Becken selbst gibts noch nicht viel neues. Wächst alles sichtbar. Insbesondere das Javafarn gibt grad Gas, das hatte fast alle Blätter verloren und jetzt sind da lauter Neue dran.<p>Update 2013-04-21:</p>Wasser ist inzwischen völlig aufgeklart, so sieht das jetzt aus:<p>Update 2013-04-20:</p>Heute habe ich die Äste hergerichtet, in denen die emersen Pflanzen angesiederlt werden sollen. Die funktionieren wie Hydrokulturen: in den Ästen sind Löcher, wo die Wurzeln reinkommen, die dann im Aquarium unter Wasser sind, während die Blätter oben rausschauen.<p>Update 2013-04-19:</p>Das Mondlicht habe ich jetzt auch vernünftig gebaut, nach dieser Anleitung bei Aquazone. Nur die Montage am Becken hab ich anders gelöst. Im Innern befindet sich eine stinknormale blaue LED-Leiste aus dem Baumarkt.<p>Update 2013-04-19:</p>So, aus dem Krankenhaus zurück und mal nach dem Becken geschaut:<p>Update 2013-04-18:</p>Boah. Um 5:30 Uhr angefangen zu Arbeiten. Um 14:30 mit dem Becken angefangen. Und um 23:00 Uhr fertig. Uff!<p>Update 2013-04-17:</p>Was für ein Tag, erst Krankenhaus und dann mit dem Becken angefangen. Es ist jetzt aufgebaut, die Lampe ist montiert und die Pflanzen sind auch gekommen. Aufsetzen schaff ich aber heut nimmer.<p>Update 2013-04-12:</p>Allzu viel Neues gibts noch nicht zu berichten. Ich sitze rum und warte. Inzwischen hab ich zumindest alles da, was ich brauche, bis auf die Pflanzen. Die kommen nächste Woche. Hab ich nun doch Online bestellt, was ich erst nicht machen wollte. Ich hatte ein Aquariumgeschäft kontaktiert, die mir alles besorgt hätten - bis der Kostenvoranschlag kam: über 600 Euro! Da musste ich leider absagen. Ach ja: die Filtermatte und Filterauslassröhrchen brauche ich noch, die hole ich nächste Woche im Futterhaus.</p><p> Auf jeden Fall kann ich schonmal meine Vorbereitung zeigen :)<p>Update 2013-04-10:</p>Neulich waren wir auf einem Ökomarkt oder wie man das nennen mag. Da gabs allerhand Tand und Trödel. Unter anderem hat da einer diverse getrocknete Teile exotischer Pflanzen als Deko angeboten. Eines davon war die getrocknete Blütendolde einer Tigerlotus. Die beinhaltete noch einen Samen! Den hatte ich gemopst - Nein wirklich :) - und jetzt ausgesät. Mal sehen ob der was wird. Wenn ja, kommt er ins neue Becken.</p><p>Ausserdem hab ich heute am alten 54er Becken mal die Mondlicht-LEDs ausprobiert:

06 April 2013 | #aquarium

 

Webcam im Terrarium

Nun haben wir auch noch eine Webcam im Terrarium :) Schräg gell. Aber auch cool. Nun können wir schauen, was da drin los ist, wenn wir nicht da sind.

So sieht das aus:

Und ich hab in meinem Script, das die Snapshots runterlädt, sogar ein Timelapse Feature eingebaut. Damit sieht man, wie das im Tagesverlauf aussah (6 MB!):

Nicht schlecht, feine Sache.

30 March 2013 | #terrarium

 

Fefe ist auch nicht mehr was er mal war

Fefe, heute (27.3.) um 15:40 (lt meinem River jedenfalls):

[l] Die NSA hat ihr internes Magazin "Cryptolog" bis 1997 deklassifiziert. Das sieht mir aus, als müsste man sich da mal ne Woche Zeit nehmen und schmökern. Ausgabe 117 von 1990 hat auf Seite 25 einen Review von Clifford Stolls Buch zur Karl-Koch-Geschichte damals, falls ihr einen schönen Einstiegspunkt braucht. (Vorsicht: Link geht zur NSA (duh!))

Viele kleinere und größere Details sind immer noch zensiert.

Bruce Schneier gestern (26.3.) um 2:15 pm (welche Zeitzone auch immer):

The NSA has published declassified versions of its Cryptolog newsletter. All the issues from Aug 1974 through Summer 1997 are on the web, although there are some pretty heavy redactions in places. (Here's a link to the documents on a non-government site, in case they disappear.)

localhost:

[27.Mar 20:29:05] --- [~/Books] [2] ---
me@notebook: $ l NSA|head -10
total 248168
drwxr-xr-x   2 me  me     4096 Mar 25 19:47 ./
drwxr-xr-x  20 me  me     1536 Mar 25 19:42 ../
-rw-r--r--   1 me  me  1768492 Jan 16 19:27 cryptolog_01.pdf
-rw-r--r--   1 me  me  1331524 Jan 16 19:27 cryptolog_02.pdf
-rw-r--r--   1 me  me  1161099 Jan 16 19:27 cryptolog_03.pdf
-rw-r--r--   1 me  me  1497571 Jan 16 19:27 cryptolog_04.pdf
-rw-r--r--   1 me  me  1493528 Jan 16 19:27 cryptolog_05.pdf
-rw-r--r--   1 me  me  1009154 Feb 13 12:54 cryptolog_06.pdf
-rw-r--r--   1 me  me  1889449 Jan 16 19:28 cryptolog_07.pdf

Und wenn man mal auf mein lokales Datum achtet, sieht man, dass ich es schon vorher wusste.

Bei Bruce Schneier seh ich es ja ein. Der Mann hat Termine und muss ein Buch verkaufen. Aber Fefe? Das ging früher irgendwie schneller :)

27 March 2013 | #geschwätz