Aquascaping?

In diesem Video wird recht ausführlich Aquascaping vorgestellt (incl Dennerlewerbung):

Ich hab auch das Buch von Takashi Amano da. Schön aussehen tut das zum Teil ja schon. Aber wenn ich mir den ganzen Krempel anschaue, den die sich da antun. Mehrere Lagen Bodengrund (den man natürlich "Soil" nennen muss, warum auch immer) und das Gezeter mit dieser sogenannten Lilipipe und externem Filter.

Schlimm finde ich das.

Meiner Meinung nach ist ein guter Hamburger Mattenfilter das beste, was man machen kann. Alles andere, insbesondere diese beknackten externen Filter mit irgendwelchen Kügelchen und Röhrchen drin: Müll.

Man gibt da hauptsächlich viel Geld aus. Und wenn man keine Ahnung von Aquaristik hat (d.h. jeder Anfänger), dann wird das auch nix. Man muss schon wirklich wissen, was man tut, von der Wasserchemie Bescheid wissen, die Haltungsbedingungen von Pflanzen und Tieren aus dem FF kennen. Dann mag es klappen. Aber für so ein Teil ist wesentlich mehr Maintenance nötig als bei einem stinknormalen Aquarium mit HMF.

Und was mich am meisten nervt, und zwar bei praktisch allen Anleitungen dieser und ähnlicher Art: es wird die Lampe und der Filter gezeigt. Fein. Und wie soll der Betreiber den Kram steuern? Zeitschaltuhr? Welche? Was für Zeiten? Beispiele? Ich finde es ziemlich beschissen, dass Anfänger des Hobbies (auch in der Terraristik ist das so), oft mit der Technik im Hintergrund, die UNBEDINGT nötig ist, alleine gelassen wird. Entsprechender Schwachsinn kommt dann auch dabei raus, wenn man sich mal die Vorstellungen von Anfängern hier und da anschaut. Grauslig.

28 February 2013 | #aquarium

 

How to reinvent the fucking wheel

Today I stumbled across this post by the iFixit makers. The interesting part can be found at the end of the post:

We are makers and we are fixers. Information on how to make, build, and fix things in the real world wants to be free. We want to help make that possible: this week, we’re making our publishing software, Dozuki, free for anyone to host open source, community-driven instruction manuals.

The site mentioned, "Dozuki" is actually not free, as can be read on the pricing page:

How does the free trial work?

Once your account representative has setup your site, you will have a 30 day Dozuki trial, completely free of charge. You won't be charged a cent if you cancel prior to the end of the free 30-day trial. After that, your plan will be billed once a month. It's easy to stop - or start - at any time.

So, I'm not sure, what they talk about in their post, but it's got nothing to do with opensource. But the thing, which annoys me is the fact, that they are reinventing the wheel for the thousandth time or so. Many others implemented opensource hosting platforms in the past. Of course for opensource software, not hardwar. But what's the difference? I don't see one from the philosophy perspective.

And why would one put their documentation to some remote site and not bundle it with the actual project? That's such a crappy idea. Nonsense. And then they babble about their proprietary format called the "Open Manual Format", which they describe as:

oManual is a simple, open XML-based standard for semantic, multimedia-rich procedural manuals.

Using XML to write a manual? You lose. No developer will do that. You write a README textfile. If you're oldschool you write a manpage. You maintain a webpage about the project where you describe it using HTML. Including images, videos, whatnot. You don't need such XML rubbish for this purpose.

From these things you can see, that many people of the so-called "open hardware movement" (or "makers" how they call themselfes often) don't have an opensource background. They never came in touch with opensource software. The don't know much about licensing (just take a look on the TOS on the Dozuki site). They just make the same errors as others of the opensource software community did before.

Sad.

 

26 February 2013 | #source

 

Vikings

20 February 2013 | #kino

 

Ich bleibe bei Amazon Kunde, alles andere wäre Heuchelei

Amazon wird derzeit von allen Seiten heftig wegen der Arbeitsbedingungen in den Logistikzentren kritisiert. Während alle auf Amazon rumhacken, ist mir ein Detail aufgefallen, im oben verlinkten Artikel:

Rund 90 Prozent der Zeitarbeiter bei den Mitgliedsfirmen hätten einen unbefristeten Arbeitsvertrag, betonte Stolz. Der iGZ ist einer der Arbeitgeberverbände der Branche und vertritt nach eigenen Angaben rund 2.700 mittelständische Unternehmen.

Ist das so?

Die Wirklichkeit sieht anders aus. Mehrere Millionen Menschen in Deutschland arbeiten im Niedriglohnsektor zu ähnlichen oder schlechteren Bedingungen als die Leiharbeiter bei Amazon. Ein grosser Teil dieser Menschen verdient nicht genug Geld, um zu überleben und muss mit Hartz IV aufstocken.

Ein Bekannter von mir hat neulich so einen Job angenommen: befristet für 3 Monate bei einer Zeitfirma angestellt für 7,50 Euro die Stunde brutto. Die Zeitfirma verleiht ihn an einen Callcenterbetreiber, der widerum Callcenter für irgendwelche Unternehmen betreibt. Jetzt ist er krank geworden, der Vertrag wird nicht erneuert. Raus.

So oder ähnlich sieht der Alltag vieler Menschen in Deutschland heute aus. Die Kritik an Amazon an sich ist natürlich grundsätzlich nicht falsch. Der Fehler ist, dass Amazon aber lediglich die Möglichkeiten nutzt, die es in Deutschland hat. Gäbe es diese Möglichkeiten nicht, würden sie das auch nicht tun. Zu verdanken haben wir diesen Zustand unserer Regierung (und der davor), die den Arbeitsmarkt systematisch in Richtung chinesischer Verhältnisse umgebaut haben und damit 100 Jahre gewerkschaftliche Kämpfe zunichte gemacht haben.

Die Kritik hat der Regierung zu gelten und nicht einem einzelnen Unternehmen. Ein Unternehmen ist stets bestrebt die Kosten zu senken, und dabei reizt es die gesetzlichen Möglichkeiten aus soweit es geht. Nicht nur Amazon tut das. Auch die Telekom. Oder Zalando. Oder DHS. Oder Apple. Jedoch kommt niemand dieser Möchtegern-Protestler bei Facebook auf die Idee, bei denen auch zu kündigen. Ganz zu schweigen davon, ihre Kritik an die Regierung zu richten, die diesen unerträglichen Zustand überhaupt erst zugelassen hat. Oder an die Gewerkschaften, die sich haben korrumpieren und kaufen lassen.

Dieses ganze Gezeter gegen Amazon ist nichts weiter als stinkende, ignorante Heuchelei. Wollte irgendeiner von denen tatsächlich etwas ändern, würde er seinen Abgeordneten anschreiben, anders wählen und grundsätzlich sein Konsumverhalten ändern. Und das nervt mich schon ziemlich gewaltig.

19 February 2013 | #gesellschaft

 

Arduino Adè :-)

Meine bisherigen Controllerprojekte habe ich immer mit Arduino gemacht. Ich bin damit zwar zufrieden, aber es ist doch etwas teuer. Vor allem deshalb, weil man den Arduino nachher irgendwo verbaut hat und somit nicht mehr für Experimente benutzen kann. Sehr schlecht.

So bin ich irgendwann auf AVR Controller gekommen. Eine Weile hab ich mit einem Attiny85 rumgespielt. Um den zu programmieren, hab ich mir den Diamex-USB-ISP besorgt und mir eine kleine Adapterplatine gebastelt. Das war schon ganz gut ... Aber! Ein Attiny85 macht nicht viel her, nur ein paar Pins, kein UART usw. Ich wollte also was grösseres, ein Attiny2313 musste her und ein Atmega168. Aber die haben viel mehr Pins und passen logischerweise nicht in meine Platine. Schöner Mist. Nun hätte ich mir noch eine Platine basteln können, und noch eine usw. Alles Kacke.

Zufällig habe ich myAVR entdeckt und mir die universelle Platine myMultiProg MK2 und den myMultiProg MK2 bestellt.

Und was soll ich sagen? Ich bin SOWAS von happy damit! Atmega draufgesteckt, USB Kabel rein, Port rausgesucht und ins Makefile eingetragen. "make upload" - und fertig!

Seeeehr genial. Ich bin von den Socken. Und hiermit hat sich das Thema Arduino für mich im Grunde erledigt. Ich kann zukünftig direkt mit AVR arbeiten. Und auf den Komfort muss ich nicht verzichten, ino sei Dank!

Ich hab mal mein Makefile samt bisserl Beispielcode hochgeladen. Das Makefile ist für FreeBSD, den Port sucht ein Script raus (ist dabei): Blinktest-Mega8-myAVR.

19 February 2013 | #elektronik