Theben Obelisk

Heute hab ich die Zeiten für die Terrariumsteuerung eingestellt, die ich ja mit der Theben Jahreszeitschaltuhr mache. Normalerweise bin ich ja kein GUI Fan. Aber DIE Gui find ick jut :)

Es gibt sogar einen Simulator und einen Kostenrechner. Ein Traum! Jeden Cent wert.

2013-03-02 - Theben Kostenrechner:

2013-03-02 - Theben Simulator:

Update 2013-03-05:

Weil ich von der Steuerung sooooo begeistert bin, habe ich eine Lobmail an den Vertriebsleiter von Theben, Herr Sell geschickt:<blockquote>Sehr geehrter Herr Sell,

ich bin mir nicht sicher, an wen ich meine Mail richten soll, daher
dachte ich, schreibe ich es Ihnen. Wenn Sie so nett waeren, dies den
entsprechenden Leuten weiterzuleiten, waere ich Ihnen sehr verbunden.



Ich habe die TR644 top2 RC mit Erweiterungsmodul im Einsatz. Ich
verwende sie zur Steruerung eines Terrariums:
/media/images/t13d-done.jpg.


Ich wollte Ihnen nur mitteilen, dass ich ueber die Massen von der
Schaltuhr begeistert bin. Eigentlich fehlen mir die Worte, um meine
Freude zum Ausdruck zu bringen! Das System ist genial. Ich liebe es! Vor
allem die Moeglichkeit mit der Obelisk Software die Programmierung
vorzunehmen und abzuspeichern ist fantastisch. Auch die Software selber
ist vom feinsten. Ein Traum! Da hat wirklich mal jemand mitgedacht. Und
das sagt Ihnen ein Softwareentwickler, der mit Windows und GUIs
normalerweise spinnefeind ist. Aber dieses Obelisk - spitze!


Also, welcher Ingeneur oder Ingeneurin (bzw Team, was weiss ich) auch
immer fuer dieses Produkt verantwortlich zeichnet: sprechen sie den
Leuten bitte in meinem Namen ein super dickes Lob aus! Zugegeben ist das
ganze nicht gerade billig zu haben. Aber gemessen am Funktionsumfang und
Komfort, den man dafuer erhaelt, ist der Preis mehr als ok.


Mir ist zwar klar, dass ich als Terrarianer mit 1 Schaltuhr womoeglich
nicht unbedingt zu Ihrer primaeren Zielgruppe gehoeren mag, aber ich
persoenlich (als Entwickler) empfinde es immer als ein Zeichen des
Erfolgs, wenn eine Loesung fuer Dinge verwendet wird, fuer die sie
urspruenglich vielleicht gar nicht gedacht war.


Daher: tausend Dank fuer dieses Produkt. Selbstverstaendlich werde ich
es jedem der es nicht hoeren will, weiter empfehlen :) </blockquote>

02 March 2013 | #terrarium

 

Aquascaping?

In diesem Video wird recht ausführlich Aquascaping vorgestellt (incl Dennerlewerbung):

Ich hab auch das Buch von Takashi Amano da. Schön aussehen tut das zum Teil ja schon. Aber wenn ich mir den ganzen Krempel anschaue, den die sich da antun. Mehrere Lagen Bodengrund (den man natürlich "Soil" nennen muss, warum auch immer) und das Gezeter mit dieser sogenannten Lilipipe und externem Filter.

Schlimm finde ich das.

Meiner Meinung nach ist ein guter Hamburger Mattenfilter das beste, was man machen kann. Alles andere, insbesondere diese beknackten externen Filter mit irgendwelchen Kügelchen und Röhrchen drin: Müll.

Man gibt da hauptsächlich viel Geld aus. Und wenn man keine Ahnung von Aquaristik hat (d.h. jeder Anfänger), dann wird das auch nix. Man muss schon wirklich wissen, was man tut, von der Wasserchemie Bescheid wissen, die Haltungsbedingungen von Pflanzen und Tieren aus dem FF kennen. Dann mag es klappen. Aber für so ein Teil ist wesentlich mehr Maintenance nötig als bei einem stinknormalen Aquarium mit HMF.

Und was mich am meisten nervt, und zwar bei praktisch allen Anleitungen dieser und ähnlicher Art: es wird die Lampe und der Filter gezeigt. Fein. Und wie soll der Betreiber den Kram steuern? Zeitschaltuhr? Welche? Was für Zeiten? Beispiele? Ich finde es ziemlich beschissen, dass Anfänger des Hobbies (auch in der Terraristik ist das so), oft mit der Technik im Hintergrund, die UNBEDINGT nötig ist, alleine gelassen wird. Entsprechender Schwachsinn kommt dann auch dabei raus, wenn man sich mal die Vorstellungen von Anfängern hier und da anschaut. Grauslig.

28 February 2013 | #aquarium

 

How to reinvent the fucking wheel

Today I stumbled across this post by the iFixit makers. The interesting part can be found at the end of the post:

We are makers and we are fixers. Information on how to make, build, and fix things in the real world wants to be free. We want to help make that possible: this week, we’re making our publishing software, Dozuki, free for anyone to host open source, community-driven instruction manuals.

The site mentioned, "Dozuki" is actually not free, as can be read on the pricing page:

How does the free trial work?

Once your account representative has setup your site, you will have a 30 day Dozuki trial, completely free of charge. You won't be charged a cent if you cancel prior to the end of the free 30-day trial. After that, your plan will be billed once a month. It's easy to stop - or start - at any time.

So, I'm not sure, what they talk about in their post, but it's got nothing to do with opensource. But the thing, which annoys me is the fact, that they are reinventing the wheel for the thousandth time or so. Many others implemented opensource hosting platforms in the past. Of course for opensource software, not hardwar. But what's the difference? I don't see one from the philosophy perspective.

And why would one put their documentation to some remote site and not bundle it with the actual project? That's such a crappy idea. Nonsense. And then they babble about their proprietary format called the "Open Manual Format", which they describe as:

oManual is a simple, open XML-based standard for semantic, multimedia-rich procedural manuals.

Using XML to write a manual? You lose. No developer will do that. You write a README textfile. If you're oldschool you write a manpage. You maintain a webpage about the project where you describe it using HTML. Including images, videos, whatnot. You don't need such XML rubbish for this purpose.

From these things you can see, that many people of the so-called "open hardware movement" (or "makers" how they call themselfes often) don't have an opensource background. They never came in touch with opensource software. The don't know much about licensing (just take a look on the TOS on the Dozuki site). They just make the same errors as others of the opensource software community did before.

Sad.

 

26 February 2013 | #source

 

Vikings

20 February 2013 | #kino

 

Ich bleibe bei Amazon Kunde, alles andere wäre Heuchelei

Amazon wird derzeit von allen Seiten heftig wegen der Arbeitsbedingungen in den Logistikzentren kritisiert. Während alle auf Amazon rumhacken, ist mir ein Detail aufgefallen, im oben verlinkten Artikel:

Rund 90 Prozent der Zeitarbeiter bei den Mitgliedsfirmen hätten einen unbefristeten Arbeitsvertrag, betonte Stolz. Der iGZ ist einer der Arbeitgeberverbände der Branche und vertritt nach eigenen Angaben rund 2.700 mittelständische Unternehmen.

Ist das so?

Die Wirklichkeit sieht anders aus. Mehrere Millionen Menschen in Deutschland arbeiten im Niedriglohnsektor zu ähnlichen oder schlechteren Bedingungen als die Leiharbeiter bei Amazon. Ein grosser Teil dieser Menschen verdient nicht genug Geld, um zu überleben und muss mit Hartz IV aufstocken.

Ein Bekannter von mir hat neulich so einen Job angenommen: befristet für 3 Monate bei einer Zeitfirma angestellt für 7,50 Euro die Stunde brutto. Die Zeitfirma verleiht ihn an einen Callcenterbetreiber, der widerum Callcenter für irgendwelche Unternehmen betreibt. Jetzt ist er krank geworden, der Vertrag wird nicht erneuert. Raus.

So oder ähnlich sieht der Alltag vieler Menschen in Deutschland heute aus. Die Kritik an Amazon an sich ist natürlich grundsätzlich nicht falsch. Der Fehler ist, dass Amazon aber lediglich die Möglichkeiten nutzt, die es in Deutschland hat. Gäbe es diese Möglichkeiten nicht, würden sie das auch nicht tun. Zu verdanken haben wir diesen Zustand unserer Regierung (und der davor), die den Arbeitsmarkt systematisch in Richtung chinesischer Verhältnisse umgebaut haben und damit 100 Jahre gewerkschaftliche Kämpfe zunichte gemacht haben.

Die Kritik hat der Regierung zu gelten und nicht einem einzelnen Unternehmen. Ein Unternehmen ist stets bestrebt die Kosten zu senken, und dabei reizt es die gesetzlichen Möglichkeiten aus soweit es geht. Nicht nur Amazon tut das. Auch die Telekom. Oder Zalando. Oder DHS. Oder Apple. Jedoch kommt niemand dieser Möchtegern-Protestler bei Facebook auf die Idee, bei denen auch zu kündigen. Ganz zu schweigen davon, ihre Kritik an die Regierung zu richten, die diesen unerträglichen Zustand überhaupt erst zugelassen hat. Oder an die Gewerkschaften, die sich haben korrumpieren und kaufen lassen.

Dieses ganze Gezeter gegen Amazon ist nichts weiter als stinkende, ignorante Heuchelei. Wollte irgendeiner von denen tatsächlich etwas ändern, würde er seinen Abgeordneten anschreiben, anders wählen und grundsätzlich sein Konsumverhalten ändern. Und das nervt mich schon ziemlich gewaltig.

19 February 2013 | #gesellschaft