Kinder mit kdialog zum Essen rufen

Einer der Vorteile, wenn man seinen Kids Linux installiert hat, ist dass man sich remote auf deren Rechner einloggen kann. Nicht zum Spionieren, sondern um ihnen mitzuteilen, dass das Essen fertig ist. Mit diesem kurzen Script, das als der User ausgeführt werden muss, mit dem das Kind eingeloggt ist, kann man das machen:

#!/bin/sh
ok="Ok, ich komme"
no="Nein, kein Hunger"
msg="Mitteilung von Papa:&lr;br><font color=red size=20>Essen ist fertig</font>"
export DISPLAY=:0
kdialog --yes-label "$ok" --no-label "$no" --yesno "$msg"
if test $? -eq 0; then
	echo $ok
else
	echo $no
fi

Und wenn er/sie sich entschieden hat, bekommt man die Entscheidung in der Shellausgabe mitgeteilt.

Äusserst praktisch. Und spart die Herumbrüllerei quer durchs Haus.

2012-12-15 - kdialog essen ist fertig:

15 December 2012 | #source

 

Xmonad Tastaturbelegung anzeigen

Da ich xmonad erst seit zwei Tagen benutze, habe ich die diversen Tastaturbelegungen noch nicht im Kopf und brauche hin und wieder einen Hinweis. Bisher habe ich immer in der Config nachgeschaut. Aber blöd ist das ja schon irgendwie.

Jetzt hab ich mir ein kleines Script gebaut, das mir aus den Kommentaren in der Config ein Popup erzeugt, wo die Belegung dann dokumentiert ist. Ich hab es mir einfach gemacht und die Belegungen immer in den Kommentar geschrieben, anstatt den eigentlichen Haskell Code parsen zu wollen. Das macht es einfacher.

So sehen die Tastaturbelegungen in der Config bei mir aus.

Und das hier ist das Script, mit dem ich die Hilfe erzeuge.

Anbei sieht man das Popup, wenn ich Alt-h gedrückt habe.

2012-12-03 - Tastaturbelegung Popup:

03 December 2012 | #source

 

CTWM ist Geschichte

Eher zufällig bin ich auf xmonad gestoßen. Das ist ein Fenstermanager für X11. Und zwar ein sogenannter "tiling windowmanager". Dabei werden alle Fenster einfach im Fullscreenmode dargestellt. Keine Titelleiste, keine Buttons, kein Schnickschnack. Man kann Fenster auch nebeneinander darstellen in verschiedenen Modi (Layouts genannt), zwischen denen man auch on-the-fly wechseln kann.

Geeignet für mich ist das, weil ich meinen CTWM, den ich nun seit über 10 Jahren benutzt habe, genauso konfiguriert hatte: keine Titelleiste, keine Buttons, kein Schnickschnack. Nur musste ich meine Fenster immer von Hand platzieren.

Ausserdem gibt es diverse Prompts. Ich drücke z.b. Alt-p und es erscheint ein schmaler Prompt, wo ich irgendwelche Shell-Befehle eingeben kann. Das hatte ich im CTWM auch, dazu hatte ich mir extra ein eigenes Tool geschrieben gehabt: xrun. Ist nun auch Geschichte. Und Tab-Completion gibt es auch.

Und weil ich endlich mal eine vernünftige Statusbar haben wollte, verwende ich xmobar. Tatsächlich hatte ich zuerst xmobar gefunden und darüber dann xmonad.

Ich bin jedenfalls total happy mit xmonad. Eines muss ich allerdings kritisieren: Die Config von dem Teil muss man in Haskell schreiben, weil xmonad selbst auch in Haskell implementiert ist. Und ich kann mit Fug und Recht eines feststellen: Haskell ist für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Ich kapiere es nicht. Was mir aber doch zu einer funktionierenden Config verholfen hat, war der IRC Channel #xmobar, wo man mir umgehend und kompetent weitergeholfen hat. Wirklich klasse. Vor allem zeigt mir das eines: ich verwende zur Abwechslung mal wieder einen Fenstermanager, der aktiv maintained wird.

Sehr geil.

Falls das wen interessiert, hier ist meine Config.

02 December 2012 | #server

 

Latexdatei aus Dolphin zu PDF umwandeln

Mein altes Macbook ist ja schon seit längerem kaputt, um genau zu sein, der Akku ist hinüber. Und ein neuer Akku ist mir zu teuer. Ausserdem will ich schon geraume Zeit von Apple weg. Jetzt habe ich ein gutes gebrauchtes Thinkpad T400 erstanden und FreeBSD installiert. Es funktioniert alles, bis aus Suspend-to-Disk (bzw der resume), aber das krieg ich auch noch hin.

Wie üblich, verwende ich CTWM als Fenstermanager. Da ich aber schon alt bin (Muhaha) und für die eine oder andere Sache doch den Finder benutzt hatte, benutze ich jetzt den Filemanager von KDE4, Dolphin. Im Grunde ist der besser als der Finder und ich bin sehr zufrieden damit.

Ich hatte aber ein Problem: irgendwann vor vielen Jahren habe ich die schwerwiegende Entscheidung getroffen, auf dem Macbook Dokumente mit Pages zu erstellen. Auch heute, wo ich ihn nun nicht mehr benutze, kann ich eines sagen: Pages IST eine geniale Software. Was Wysiwyg Wordprocessing betrifft, ist Pages der Meister. Meiner Meinung nach jedenfalls. Schwerwiegend deshalb, weil das Speicherformat von Pages natürlich proprietär ist. Zunächst habe ich mir ein Applescript erstellt, der meine ganzen Pages-Dokumente zu PDF und RTF konvertiert hat:

on open theFiles
   tell application "Pages"
       repeat with aFile in theFiles
           open aFile
           set docName to name of front document
           -- Remove .pages extension.
           set prevTIDs to AppleScript's text item delimiters
           set AppleScript's text item delimiters to ".pages"
           -- Add .pdf extension.
           set docName to first text item of docName & ".rtf"
           set AppleScript's text item delimiters to prevTIDs
           -- Get folder that dropped         end tell -- Finder
           -- Save file to folder that dropped file exists in.
           set docPathAndName to sourceFolder & docName
           save front document as "SLDocumentTypeRTF" in docPathAndName
           close front document
       end repeat
   end tel

Einfach als pages2pdf.applescript speichern, doppelklicken, als .app speichern und unten ins Dock ziehen. Dann kann man im Finder seine Pagesdateien markieren und gesammelt auf das Icon von der neuen App ziehen und er konvertiert es dann alles.

Somit komme ich noch an meine alten Dokumente heran, aber wie erstelle ich neue? Ich habe mich für das gute alte LaTex entschieden. Ich habe mir eine Vorlage für scrlttr2 von Koma-Script erstellt. Die resultate sind wie immer ein Traum. Und damit ich meine Latex-Briefe auch bequem aus direkt im Dolphin Konvertieren kann, habe ich mir einen Service geschrieben:

[Desktop Entry]
Type=Service
X-KDE-ServiceTypes=KonqPopupMenu/Plugin
MimeType=application/x-tex
Actions=briefpdf;

[Desktop Action briefpdf]
Name=Convert TEX Letter to PDF
Icon=tools-wizard.png
Exec=~/bin/briefpdf %f

In ~/.kde4/share/kde4/services/ServiceMenus/TexBrief.desktop speichern und schon kann man fröhlich PDFs aus Latex erzeugen:

Ein Träumsche!

Der Service selber ruft übrigens nur ein Perlscript auf, das kann man sich hier anschauen. Im gleichen Verzeichnis befindet sich auch meine Briefvorlage und ein Beispielbrief.

Update 2012-11-25:

Hach, ich muss sagen, das war eine weise Entscheidung, den Apple abzuschaffen. Ich liebe es, wieder unter FreeBSD zu arbeiten. Heute habe ich Drucken eingerichtet. Ehrlich gesagt, hat es mir davor gegraut. Drucken unter Linux/FreeBSD ist immer so eine Sache. Dachte ich. “Drucker Hinzufügen” => “Drucker aussuchen” => “Speichern” => Fertig. Datei geöffnet, Drucken, Druckt. Einfach so! Wie geil ist das denn?!

23 November 2012 | #source

 

Ausgetwittert

Ich hatte mir vor ein paar Monaten einen Twitteraccount zugelegt. Um mal zu gucken. Sage und Schreibe 5 Follower hatte ich und ich bin einer Handvoll mehr Leuten "gefollowed". Ich hab den Account jetzt gelöscht.

Seit den 90ern bin ich jetzt online und ich scheine alt zu werden. So eine Art "Einer von der Alten Schule" oder so. Ich kann mit diesem "sozialen Netzwerkgedöhns" ums Verrecken nichts anfangen. Mir ist schleierhaft, was andere Leute daran so toll finden. Weder hab ich dort irgendwen "kennengelernt", noch irgendwas interessantes erfahren. Es ist langweilig. Und ich sitze davor und gucke, weiss nicht ob oder was ich da in diese beknackten auf 140 Zeichen begrenzte Eingabezeile schreiben soll. Oder was mir das Geschreibs sagen soll, das andere von sich geben.

Schwachsinn ist das. Und nur ein weiterer Walled Garden, betrieben von einem kommerziellen Unternehmen, dessen Willkür man sich aussetzt und von denen man ganz genau weiss, wie geil die das finden, persönliche Daten an irgendwelche "Ermittler" (so wie die sich heutzutage aufführen, würde ich lieber SS-Männer zu denen sagen) herauszugeben.

Hier *sichandiestirntippt*.

20 November 2012 | #geschwätz