Firefox nicht mehr supportet

Diese Meldung habe ich heute vom Firefox bekommen. Was sagt man dazu. Natürlich läuft auf meiner ollen MacOSX Kiste noch eine alte OSX Version (10.5.8), die ich aber nicht updaten kann und will. Ok, das Teil kommt eh demnächst auf den Müll, neues ist bestellt.

Nichts desto trotz ein Unding. Schlimm genug, dass einen der Hersteller zu Updates nötigt (und in meinem Fall tut er's nicht mal! Es gibt sogar noch Security-Patches!), nein, nun muß das auch noch Firefox machen. Und das ohne Not. Das kann denen doch scheissegal sein, welche OSX-Version einer hat. Leute, da läuft ein Unix drunter. Also kriegt man das auch compiliert. My Goodness!

2012-11-06 - Firefox will nicht mehr:

06 November 2012 | #unfassbar

 

Wiewie gestorben

Wir haben 3 Bartagamen: Sir William, ein Männchen. Luise (voller Name: Baroness Luise von Mainhausen zu Burg auf Fehmarn [ja wirklich!]), ein Weibchen. Und Wiewie, auch ein Weibchen. Wiewie lebte allein, weil sie sich mit Sir William nicht vertragen hat, und war eigentlich immer die robusteste und gesündeste von allen. Sie war auch keine der berüchtigten Farbzuchten, sondern ging eher in Richtung der ursprünglichen Wildform.

Gestern jedoch war ihr deutlich anzusehen, dass etwas nicht stimmt. Sie war deutlich entkräftet und kroch nur noch anstatt zu laufen. Sie hatte einen schwarzen Bart, was sie sonst nie hatte. Später atmete sie nur noch stossweise mit minutenlangen Pausen dazwischen, auch als Schnappatmung bekannt. Die Augen sind immer mehr eingefallen und sie reagierte im Grunde auf gar nichts mehr. Die Schnappatmung wurde immer schrecklicher, sie bäumte sich dabei jedesmal heftig auf. Furchtbarer Anblick.

Die sogleich eingeschaltete Tierärztin konnte ihr nicht mehr helfen, zumal Sonntag nachts. Nach ein paar Stunden Quälerei ist sie dann gestorben. Das schlimme ist, dass wir meinten, gerade bei Wiewie alles richtig gemacht zu haben. Es gab zwar einen (noch) unbestätigten Verdacht auf ein Ödem, aber ansonsten war sie topfit. Noch am Samstag zuvor hatte sie ganz normal gefressen. Wir haben sie heute zu Exomed geschickt zur pathologischen Untersuchung, denn in so einem Fall möchte man schon wissen, woran es lag.

Für die Tierärztin habe ich Wiewie gefilmt. Wie sich nun herausstellt, waren das die letzten Filmaufnahmen von unserer Kleinen:

Oft heisst es, dass Bartagamen bzw Reptilien im Allgemeinen, keine Indiviualität haben. Doch haben sie. Wiewie war recht zickig. Die Beifahrerin mochte sie nicht leiden, obwohl sie eigentlich ihr gehörte. Mich jedoch scheint sie gemocht zu haben. Während sie von der Beifahrerin kaum herausholen ließ, war das bei mir kein Problem, da war sie immer völlig entspannt. Sie saß am liebsten auf einem Vorsprung der Rückwand und hat grundsätzlich oben rechts auf der Rückwandkante geschlafen.

Rest in Peace meine Kleine.

Update 2012-11-10:

Wir haben jetzt das Sektionsergebnis von Exomed bekommen: Wiewie hatte einen angeborenen Herzfehler (Mißbildung) und ein Lungenödem. Das Ödem hat auf das Herz gedrückt. Durch den Herzfehler ist es zu einem L<Aortenriß|http://de.wikipedia.org/wiki/Aortendissektion> gekommen. Das hat zu inneren Blutungen, Organversagen infolge Unterdurchblutung und schließlich zum Tod geführt. Ausserdem wird das ganze wohl ziemlich schmerzhaft gewesen sein. Die arme Kleine.

05 November 2012 | #terrarium

 

Quietly Confident - Static Website Generator

Sodele. Für die Beifahrerin brauchte ich einen Static Site Generator, das heisst, ein Tool mit dem man aus Textseiten und Verzeichnissen eine Webseite generieren kann. Der Benutzer (also die Beifahrerin) soll dabei mit möglichst wenig bis nichts technischem belästigt werden.

Ich habe eine Menge Tools ausprobiert, es gibt da ja eine Menge. Aber ich fand keins, das den Anforderungen genügte. Entweder zu kompliziert oder altmodisch oder in Ruby geschrieben. Langer Rede, kurzer Sinn: hab ich mir eben meinen eigenen geschrieben. Man hat ja sonst nichts zu tun.

Das Teil heisst Quietly Confident. Der Name ist eventuell erklärungsbedürftig. Es war so, dass mir halt nichts gescheites eingefallen ist. Und als ein Geek, der etwas auf sich hält, bin ich natürlich Science Fiction Fan. Ach was - Freak! Und als ein solcher liebe ich die Bücher der Kultur-Reihe von Ian Banks. In diesen Büchern gibt es auch Raumschiffe und diese gelten in der Kultur als vollwertige Bürger. Sie haben eine Persönlichkeit und Namen. Die Namen der Schiffe in der Kultur-Reihe sind legendär. Nun ja, eines davon ist die "Sleeper Service", ein sogenanntes "Allgemeines System Fahrzeug". Dieses Schiff mochte ich ziemlich gerne. Witziger Typ sozusagen. Das Schiff hatte jedenfalls früher mal anders geheissen und hat sich selbst umbenannt nach: Quietly Confident. Daher kommt also der Name für meinen Sitegenerator. Hat freilich rein gar nichts mit Perl, Webseiten oder git zu tun. Und? Mir doch Latte.

Quietly Confident oder abgekürzt qc versteht Markdown, Perl POD, HTML (auch von MS Word erzeugtes HTML) und Plain Text. Er wandelt alles in HTML um. Unterverzeichnisse werden zu Menüs mit einem Untermenüpunkt pro Datei dort drinnen. Sortieren kann man in dem man einem Namen eine Zahl voranstellt. Bilder tut man irgendwo rein, qc kümmert sich darum, dass die nachher alle dort landen wo sie sollen. Es gibt ein Blogfeature und das Tool unterstützt Git. Man kann es als Daemon laufen lassen. Dabei beobachtet es ein Git Repository und wenn sich da was geändert hat, aktualisiert er es und baut die Seite neu. Geht aber auch alles ohne Git. Und zum schnell mal eben Testen ist auch ein Webserver eingebaut.

Wie üblich bei meinen Perlsachen ist der primäre Download beim CPAN. Den Source verwalte ich bei Github.

Hier hab ich mal eine Beispielseite laufen, die mit Quietly Confident erzeugt wurde.

Update 2012-11-11:

Ein Demo Video gibts jetzt auch bei L<ascii.io|http://ascii.io/a/1531>.<p>Update 2012-11-05:</p>Ich habe jetzt ein Synchronisationsscript L<hinzugefügt|https://github.com/TLINDEN/Quietly-Confident/blob/master/sync-scripts/websync-service>. Das Script läuft als Windows-Service und synchronisiert das Source-Verzeichnis für QC automatisch, sofern es Änderungen gibt. Für den User - also die Beifahrerin - funktioniert das daher nun folgendermaßen: Datei erstellen/ändern, Speichern. Das wars. Übertragen und neu generiert wird automatisch.</p>

Damit das klappt, muss man auf dem Windows-Client-Rechner L<Cygwin|http://www.cygwin.com> installieren. Die Pakete openssh und rsync müssen installiert sein. Man erstellt dann mit dem Cygwinuser einen SSH Public Key ohne Passphrase und installiert den dazugehörigen Public-Key auf dem Server in der dortigen .ssh/authorized_keys Datei. Das oben verlinkte Script installiert man unter Cygwin nach /usr/bin oder wo auch immer im $PATH.

Anschliessend muss man das Teil noch bearbeiten, so dass die Parameter passen wie Username, Hostname und Verzeichnisse. Und dann als Service installieren:

cygrunsrv -I websync -d "Sync Static Web Source" -p /bin/bash.exe -a /home/$USER/bin/websync-service
Und danach Starten:
cygrunsrv -S websync
Das wars auch schon. Der Service loggt nach /var/log/websync.log bzw in das rsync.log File, das im Script angegeben ist (den Pfad muss man anpassen).

Im Ergebnis ist das die maximal komfortabelste Möglichkeit, eine statische Website zu pflegen, ohne sich mit irgendwelchen Online-Editoren, CMS-Kram, manuellen Uploads und dergleichen Dingen herum zu plagen.

01 November 2012 | #source

 

Aquarium Hagenbeck Hamburg

Wir waren in Hamburg im Aquarium vom Hagenbecks Tierpark. Am beeindruckendsten fand ich das riesige Süßwasserbecken. Der Hammer!

2012-10-28 - Süßwasserbecken grosses Panorama Hagenbecks Tierpark (10456x1427, 9,4MB):

2012-10-28 - Süßwasserbecken kleines Panorama Hagenbecks Tierpark (5424x1607, 6MB):

2012-10-28 - Riffbecken Panorama Hagenbecks Tierpark (5358x1128, 4,4MB):

28 October 2012 | #aquarium

 

Kackscheissetrigger_innen

Über einen Artikel in der TAZ[1] bin ich auf den Feministenblog Mädchenmannschaft gestoßen. Wie die TAZ schon schreibt, sind dort die letzten Gründungsmitglieder ausgestiegen, weil die immer extremer geworden sind (so verstehe ich das jetzt mal). Eigentlich ein völlig langweiliges Thema, aber ich bin auf die Seite gegangen und dort schlug mir das Grauen entgegen. Ein paar Beispiele:

  • "Wer_welche nicht da war"
    sowas hab ich ja noch nie gesehen. Weil das Wort "wer" anscheinend Frauen ausschliesst? Unfassbar

  • "[Content warning: Beschreibung von fatshaming]"
    das wurde einem Absatz vorangestellt. Ich weiss nicht, was "fatshaming" sein soll. dict.leo.org sagt dazu: "Für den Begriff  'fatshaming'  findet sich im Wörterbuch keine Entsprechung". Dass manche Leute solche Probleme haben, ihre eigene Sprache zu verwenden.

  • "[Triggerwarnung: Auschreiben und Thematisieren von V*rg*w*ltigung/ r*p*]"
    auch einem Absatz vorangestellt. Weil das Vorhandensein des Wortes "Vergewaltigung" in einem Text über ebenjene anscheinend neuerliche Traumata beim Leser auslösen kann/soll. Oder so. Keine Ahnung.

  • "queeren Autor_innen of Colour."
    gleich drei Kalauer in einem Abschnitt. "queer" bedeutet hier homosexuell. Ok. Über das schwachsinnige Binnen-I muss man nicht mehr reden. Und "of colour" bezieht sich auf "people of colour", was für nicht hellhäutige Menschen gelten soll, mithin Farbige. Aber offenbar ist heutzutage auch schon der Begriff "Farbige" rassistisch, daher muss man statt dessen präzise das gleiche auf englisch sagen. Ja nee, ist klaaar.

  • "Nun veröffentlicht UNRECORDS den ersten Ton­träger."
    Gag am Rande: dass Tonträger männlich sind, scheint aber kein Problem zu sein.

  • "Ein kontroverses Thema wie die Masernschutzimpfung"
    seit wann ist das Thema kontrovers? Einige dumme Impfverweigerer meinen das vielleicht. Kontrovers ist etwas, wenn sich die Fachleute nicht einig sind z.b. darüber wie dies oder jenes zu interpretieren sei. Beim Thema Masernschutzimpfung sind sich die Fachleute völlig einig. Das da verlinkte PDF handelt dann auch von einer Homöopathin, die Impfverweigerer ist. Setzen, 6.

  • "Viel Kackscheiße"
    ich verwende durchaus auch mal Fäkalbegriffe, um meinem Zorn Ausdruck zu verleihen. Aber Scheiße ODER Kacke ist völlig ausreichend. Und wenn man ein Substantiv verstärken möchte, stellt man kein weiteres Substantiv gleicher Bedeutung davor, sondern verwendet ein Adjektiv. So wie in "Gequirlte Scheiße". Oder man verwendet ein Substantiv anderer Bedeutung, wie in "Schweinescheiße". Auch Setzen, 6. Ach was, 10!

  • "critical whiteness"
    ausnahmsweise gibt es das sogar: Weißsein. Es geht da um die kritische Betrachtung des eigenen Ichs als hellhäutige Person. Oder brrrr so. Von mir aus gerne. Nur nach den vielen unzähligen Resentiments, die sich auf dieser Mädchenmannschaft-Seite gegenüber Andersartigen finden, erscheint mir das einfach nur vollkommen lächerlich.

  • "Es gibt keine Rassismus-befreiten Zonen. Punkt."
    ganz recht. Insbesondere nicht in dem Blog dort.

  • "es schmerzt vielleicht manchen (weißen) Leser_innen noch mehr, wenn ihm_ihr dann auch noch direkt mitgeteilt wird, dass auch er_sie ständig an den vielzähligen Mikromechanismen mitwirkt, ob er_sie es will oder nicht. Weil er_sie nicht anders kann. Nicht weil er_sie sich individuell dafür entschieden hätte, rassistisch zu sein, sondern weil jede_r (von uns) personale_r Mittler_in der strukturellen Widersprüchlichkeiten ist" [Hervorhebungen von mir]
    DAS sind echte Schmerzen. Man kann das gar nicht wirklich lesen. Von Verstehen ganz zu schweigen. Ich frage mich, ob solche Leute eigentlich auch so sprechen, wie sie schreiben. Man muss nur mal diese Passage laut vorlesen. Nach dem ersten Satz würde ich einen Lachflash bekommen und am Ende hätte der Sprecher eine Watschn bekommen.

  • "Trans*Menschen"
    eine mir unbekannte Spezies. Vielleicht genetisch manipulierte Menschen. Oder Gehirnamputierte? Man weiß es nicht!

  • "redet ein Teil der feministischen Blogosphäre über Sprache und Vermittlung feministischer Perspektiven."
    anstatt darüber zu "reden" würde ich an deren Stelle lieber einen (oder mehrere Blicke) in den Duden werfen.

Das genügt, glaub ich. Im Nachgang betrachtet komme ich mir wie ein Grammarnazi vor. Aber um Himmels Willen: wenn man ein Anliegen hat und dafür Andere begeistern möchte, sollte man sich einer ordentlichen Sprache bemühen UND einer ordentlichen Grammatik. Und nicht diesen Mist.

Rein inhaltlich gibt es zu solchen extremen Fundamentalisten wenig zu sagen. Nennen sich feministisch, betrachten aber Männer als generische Feindspezies, Weiße als grundsätzlich rassistisch. Auch das immer wieder vorkommende "queer" zeigt, dass es dort eher weniger um die Rechte von Frauen geht, sondern mehr um die Rechte homosexueller Frauen. Äh - homosexueller nicht-weißer Frauen. Oder? Ich blicke bei denen auch nicht wirklich durch. Zu deren Glück gibt es heutzutage fertige Blogengines nebst Templates. Früher wäre das wohl eine dieser mit animated-gifs gespickten quietschbunten "geocitiesken" Seiten gewesen.

Also nichts dagegen, wenn man sich für die Rechte von Minderheiten einsetzt. Aber nicht auf Kosten anderer Gruppen. Auf diese Weise erfüllt man seiner Sache einen Bärendienst: man wird nicht ernst genommen und ausgelacht. Denn so erging es mir nach 5 Minuten Lektüre dieses Blogs. Schallendes Gelächter.

Gleichberechtigung von Mann und Frau, Menschen verschiedener Hautfarben oder Herkünfte, Behinderter oder Noch Nicht Behinderter - ist auch heute noch keine Realität. Und es lohnt sich, sich dafür einzusetzen. Konzentriert man sich aber bei seinem Einsatz zu sehr auf die Gruppierung, der man sich zugehörig fühlt, läuft man recht schnell Gefahr, alle anderen Gruppierungen als fremd, aussen, negativ zu betrachten. Das ist ein uns Menschen angeborener sozialer Mechanismus. Man kann natürlich jede noch so zarte Ausprägung dieses Mechanismus als Rassismus beschimpfen. Dadurch wird man aber selber zum Rassisten und zementiert die Ungerechtigkeiten noch, die vielen Menschen noch immer das Leben zur Qual machen.

Insofern: Setzen, 6.

 

[1]: http://www.taz.de/!104073/

24 October 2012 | #geschwätz