Test Bodenprobe 5 Lehm von der Steilküste Staberhuk fürs Terrarium

Ich habe jetzt Probe 5 angesetzt. Die Zusammensetzung ist ähnlich wie bei Probe 4, ein sehr hoher Tonanteil, wenig Sand und Schluff. Probe 5 hat ebenfalls eine sehr helle Farbe, enthält aber anscheinend zusätzlich zum Ton auch Kalk, da hier und da weisse Einschlüsse vorhanden sind, die sich als weisses Pulver entpuppen, wenn man sie zerdrückt.

In der Mischung mit Sand zeigt sich auch ein leicht unterschiedliches Verhalten als bei Probe 4. Mit Wasser vermischt, ist das Material teigiger, zäher. Es klebt an den Fingern wie Mürbeteig. Ich gehe davon aus, dass die Probe nach dem Trocknen ziemlich hart sein wird. Ob das am Kalkanteil liegt vermag ich nicht zu sagen. Wie auch bei den vorherigen Tests habe ich eine Seite locker und die andere Seite angedrückt angesetzt.

Nach dem Trocknen macht die Mischung einen guten Eindruck. Der festgedrückte Teil ist echt knochenhart (was ebenfalls nach einem anderen Mischverhältnis schreit) und der lockere Teil ist locker geblieben, leicht bröselig. Auch hier fällt positiv auf, dass das Material wenig staubt. Ebenso wie Probe 4 also gut geeignet würde ich sagen.

2012-08-29 - Probe 5 Trocken:

2012-08-29 - Probe 5 Zusammensetzung:

2012-08-29 - Probe 5 Mischung:

2012-08-29 - Probe 5 Entnahme:

29 August 2012 | #terrarium

 

Steilküste Staberhuk am Abend

Mei, is des schee hier...

29 August 2012 | #draussengewesen

 

Canabis macht nicht dumm

Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden ...

Ein schlimmer Anfang, den man nicht mehr hören kann. Und falsch ist er auch. Anstatt herausgefunden, müsste ich eigentlich behaupten schreiben. Es geht um Canabis, das angeblich dumm macht. Steht in einer Studie[1], die man aber nicht frei lesen kann, sondern für die man bezahlen muss. Entweder 10 Doller nur für diese Studie oder 25 Dollar für 7 Tage.

Es ist wie im Mittelalter. Wissen wird zunehmend vor dem Mob (als das sehen uns die Wissenschaftler wohl und so fühlt man sich auch behandelt) verborgen. Ja, ich könnte diese 10 Dollar bezahlen. Aber das ist 1 Studie. Es kommen ständig Studien raus, manche interessieren mich. Ich bin aber kein Wissenschaftler, ich brauch das nicht zum Arbeiten. Ich würd nur gerne mal einen Blick reinwerfen, etwas neues lernen. Weil ich gerne Neues lerne. Wenn ich für jede Studie die mich interessieren würde, jedesmal 10 Dollar bezahlen würde, wäre ich am Monatsende schnell mal bei mehreren hundert Dollar. Die ich nicht habe.

Hinzu kommt, dass es nicht Aufgabe von Wissenschaftlern ist, Kohle zu machen. Die sollen Wissen schaffen. Die Welt erforschen und es allen mitteilen. Tun sie aber nicht. Jemand könnte jetzt einwenden: halt, das liegt gar nicht an den Wissenschaftlern, sondern an diesen monströs geldgierigen Wissenschaftsverlagen wie PNAS oder Nature. Nein, finde ich nicht. Wissenschaftler wissen vorher, wie diese Verlage drauf sind. Wenn sie trotzdem bei denen veröffentlichen, machen sie sich deren Politik und Ansichten zu Eigen. Sie sind damit also einverstanden.

Und erzählt mir nicht, dass sie gezwungen wären, dort zu veröffentlichen. Sind sie nicht. Wenn ein wissenschaftliches Forschungsergebnis etwas taugt, könnte man es auch bei Pastebin veröffentlichen und es würde wahrgenommen werden. Womit wir bei meiner persönlichen Schlussfolgerung wären:

In Zukunft werde ich Studien, an die ich nicht herankomme, als nicht existent betrachten und die Behauptungen, die sie aufstellen, als solche behandeln. Eine Studie ist das Papier nicht wert, die nicht von jedermann schrankenfrei gelesen werden kann.

Das heisst im konkreten Fall: Canabis macht nicht dumm. Das behaupten irgendwelche bedeutungslose Leute und sie haben keine nachprüfbaren Beweise. Daher dreh ich mir jetzt einen...

[1] http://www.pnas.org/content/early/2012/08/22/1206820109.abstract

2012-08-29 - pnas subscription:

29 August 2012 | #gesellschaft

 

Boot unterm Mond

2012-08-29 - Boot unterm Mond:

29 August 2012 | #fotografie

 

Test Bodenprobe 1 Lehm von der Steilküste Staberhuk fürs Terrarium

Wie schon bei der Probe 4 beginne ich nun mit dem Test der Probe 1. Die Reihenfolge ist übrigens so komisch, weil ich mit dem vielversprechendsten Material angefangen habe, was Probe 4 war. Probe 1 ist wesentlich dunkler, sandhaltiger und zerbröselt im Originalzustand leichter (Siehe Foto Entnahme). Der Tonanteil ist geringer, etwa 30-40%. Für den Test habe ich ebenfalls 1:1 mit Sand gemischt. Die Farbe gefällt mir fast besser als bei Probe 4, was wohl daran liegt, dass der Lehm wohl mehr Eisenoxyd enthält.

Wie schon bei Probe 4 hatte ich eine Mischung mit Spielsand im Verhältnis 1:1 angesetzt, einen Teil hatte ich angedrückt. Das Ergebnis ist mittelprächtig. Das trockene Material ist sehr bröselig, etwa wie pfurztrockene Kuchenstreusel. Immerhin staubt es nicht so doll. Der angedrückte Teil ist fest genug, dass er zum Graben taugen würde. Allerdings müsste man dann im Terrarium den ganzen Boden andrücken, damit die Tiere auch erfolgreich graben können.

Unterm Strich finde ich Probe 1 nicht besonders terrarien-tauglich. Es sieht optisch gut aus, sehr natürlich, fast als ob es direkt aus Australien käme. Die Konsistenz im trockenen Zustand ist aber nicht akzeptabel und nur im halbtrockenen, angedrückten Zustand wäre es einigemaßen in Ordnung. Was es für einen Praxiseinsatz aber ausschliesst.

2012-08-29 - Probe 1 Trocken:

2012-08-28 - Probe 1 Zusammensetzung:

2012-08-28 - Probe 1 Mischung mit Sand 1:1:

2012-08-28 - Probe 1 Entnahme an der Steilwand:

28 August 2012 | #terrarium