Captain Obvious des Tages

Das ist doch mal die Überschrift des Tages:

Telefonieren mit dem Handy besonders einfach.

27 August 2012 | #gefunden

 

Test Bodenprobe 4 Lehm von der Steilküste Staberhuk fürs Terrarium

Ich war ja gestern an der Steilküste Staberhuk und habe dort Bodenproben von den Steilwänden entnommen. Die Steilwände bestehen zum grossen Teil aus Lehm mit stellenweise hohen Tonanteilen. Ich habe an verschiedenen Stellen Proben entnommen, manche knochenhart wie Stein, andere bröselig weich.

Heute starte ich den ersten Test auf Terrarientauglichkeit mit der Probe Nummer 4. Es handelt sich um eine der trockenen und harten Proben und besteht fast nur aus Ton mit wenig Sandanteil. Das Material habe ich gesiebt, zu 50% mit Sand vermischt und feucht gemacht. Das Mischungsverhältnis ist absichtlich zu hoch. Mir geht es darum, herauszufinden, wie die Grabfähigkeit ist und wie sehr das Material staubt, wenn die Oberfläche angetrocknet ist.

Um das zu testen, habe ich die fertige Mischung in eines der Terrarien in einem eigenen Behälter gestellt. Dieses Terrarium wird von Wiewie bewohnt, die bislang noch kein Interesse am Graben gezeigt hat und sich praktisch ausschliesslich auf der Rückwand aufhält, sieht man auch auf dem Foto. Ideale Bedingungen für den Test, da ich davon ausgehen kann, dass sie die Probe in Ruhe lassen wird.

Ich habe auch eine Methode gefunden, mit der man als Laie recht gut die Zusammensetzung eines Bodens analysieren kann. Also nicht unbedingt die chemische Zusammensetzung, aber wieviel Prozent Ton, Schluff und Sand in einem Lehm enthalten sind. Dazu füllt man ein Glas mit senkrechten Wänden halb voll mit dem zu untersuchenden Lehm, füllt es mit Wasser auf, verschliesst es und schüttelt es kräftig. Dann lässt man es stehen (1 Stunde). Während der Zeit fallen die Bestandteile auf den Boden herunter, die grösseren zuerst und die kleineren zuletzt, weil sie leichter sind. Auf dem letzten Foto kann man das hervorragend sehen. Links ist die Zusammensetzung der Probe 4 gut zu erkennen. Sie enthält etwa 70-80% Ton, etwas Schluff und keine 10% Sand. Daneben ist eine Vergleichsprobe (Probe 3, sehr sandiger Boden von einer anderen Stelle), welche nur 10% Ton enthält, keinen Schluff und 90% Sand.

Nach einem Tag Trocknen hab ich mir das Resultat der Probe mal angeschaut. Ich hatte einen Teil fest angedrückt gehabt und den anderen locker gelassen. Der angedrückte Teil ist ziemlich hart. Mit der Schaufel kommt man gerade eben durch, allerdings nur unter erheblichem Kraftaufwand. Im lockeren Teil kommt man leichter durch. In einem anderen Mischungsverhältnis (etwa 1:5 oder niedriger) sollte das Material als Bodengrund wunderbar geeignet sein. Ich bin jedenfalls zufrieden damit.

Anbei noch ein Foto der getrockneten Mischung und noch ein Bild der Testung der Zusammensetzung, das hat sich über Nach im Glas noch weiter abgesenkt. Man erkennt nun sehr gut, wie wenig Sand das Material enthält.

2012-08-29 - Probe 4 Trocken:

2012-08-26 - Probe 4 Zusammensetzung:

2012-08-26 - Probe 4 am Einsatzort:

2012-08-26 - Probe 4 vorbereitet für den Test:

2012-08-26 - Probe 4 Entnahme Steiwand Staberhuk:

26 August 2012 | #terrarium

 

River, ein RSS Volltextfeed nur für mich

Ausgehend von Felix Schwenzels Posting über Nachrichtenströme habe ich mir jetzt in mein Django (der Blog läuft mit Django, der River nun auch und die restliche Seite mit PodWiki) einen Feedreader eingebaut: "River" genannt. Ich hab dafür das Pythonmodul feedparser verwendet. Der komplette River ist in wirklich wenigen Zeilen Code realisiert, dafür ist das Ergebnis umso fantastischer. Ich speichere in der DB nur den Namen und die URL des Feeds, sonst nichts. Abgeholt und geparst wird der jeweilige Feed dann live, wenn ich die Seite aufrufe. Das ist im Prinzip so ähnlich wie der River von David Winer, nur dass es serverseitig läuft und nicht diesen bizarren OPML Kram verwendet.

Find ich richtig cool. Vor allem kann ich das dann auch verwenden, um z.b. im Zug bequem die Sachen zu lesen. Ich hab zwar auf dem Handy einen Feedreader, aber ich muss sagen, der ist mir zu hakelig. Manchmal holt er die Feeds gar nicht ab, manchmal schneidet er was ab. Er stolpert regelmässig über sein eigenes Cachingfeature und wenn ich einem Link folgen will, macht er den Browser auf. Alles irgendwie anstrengend. Die Anzeige der Texte gefällt mir auch nicht. Klar, ich könnte einfach einen anderen Reader ausprobieren, aber ich hab schon einige getestet und bin es leid.

Nun hab ich den Kram in meinem River. Da ich Bootstrap verwende und das fluid feature eingeschaltet habe, wird die Seite sehr schön auch auf dem Handy angezeigt. Bingo.

PS: apropos Django und Blog. Die Django-App für den Blog habe ich übrigens über die Jahre selbst entwickelt und immer wieder erweitert. Das finde ich am besten, wenn man alles im Griff hat bis hin zur eingesetzten Software. Ich kann jederzeit irgendwelche Features einbauen oder was ändern, weil ich mich darin 100%-ig auskenne. Öffentlich ist die App nicht, aber ich werd sie mal irgendwann verpaketisieren. Wenn ich Zeit hab...

PPS: Die Füsse auf dem Bild sind übrigens Katy Perry's. Ich hatte in der Bing Bildersuche nach "rss feed" gesucht und das war das erste Suchergebnis. Warum auch immer. Aber wenn Bing meint, dass das passt, bau ich es als Illustration ein. Mir doch egal!

26 August 2012 | #river

 

Anti-Internet Propaganda in der Hamburger Morgenpost

Flirtfalle Internet: "Im Netz fand ich nur Spinner"

prangte es mir eben entgegen, als ich in der Tankstelle war. Ich lese dieses Blatt nicht und ich werde auch nicht zu denen verlinken, wegen Leistungsschutzrecht (denn wegen welcher "Leistung" sollte ich das?).

Einmal mehr das übliche Gebräu aus Resentiments, Vorurteilen, Lügen und Propaganda. Schon die Schlagzeile suggeriert, dass "Das Internet"  vor allen Dingen ein Versammlungsort für Freaks ist, mit denen man im "normalen Leben" nichts zu tun haben will. Was eigentlich meint, dass die wirklich ernstzunehmenden Nachrichten nur von "Qualitätsmedien" kommen und die Bürger gefälligst Informationen, die sie aus dem Internet haben, ignorieren - am bessten gar nicht erst zu Kenntnis nehmen - sollen.

Und diese Art Propaganda dient natürlich auch dem Zweck, die Wähler auf CDU Linie zu halten. Damit sie weiter "richtig" wählen, auch wenn die CDU das nächste Internetüberwachungspaket in die Wege geleitet hat. Denn da werden ja nur Verrückte, Freaks, Pädophile und Mörder überwacht, keine Leute, die sich nichts zu schulden haben kommen lassen.

Ich weiss gar nicht, was ich schlimmer finde. Die Tatsache, dass es "Zeitungen" gibt, die sich für eine solche platte und glatt gelogene Propaganda nicht zu schade sind, obwohl wir keine Diktatur haben und sie niemand dazu zwingt. Oder den Umstand, dass es Menschen gibt, die diese Scheisse lesen (und glauben!).

Und ausgerechnet dieses verlogene Gesocks will Geld von Google dafür haben, dass es Leser auf ihre Seiten spült!

2012-08-26 - mopo agitprop:

26 August 2012 | #geschwätz

 

Zwei Urteile, wie sie krasser nicht sein können

Zwei Gerichtsurteile, eins aus Norwegen und eins aus den USA:


Anders Breivik für den Mord an 77 Menschen zu 21 Jahren Haft verurteilt.


Joe Tenenbaum wegen Sharing von 30 Songs zu 675.000 Dollar Strafe verurteilt.

Klar haben die Fälle nichts miteinander zu tun und die Urteile wurden in völlig unterschiedlichen Jusisdiktionen gefällt. Aber man muss sich das mal vorstellen. Jemand ermordet 77 Menschen und wird vielleicht in 21 Jahren wieder frei sein (eventuell soll Breivik nach der Haft in Sicherheitsverwahrung kommen) und ein anderer hat nur ein paar Lieder in ein P2P Netz hochgeladen und dem sein Leben ist für immer zerstört.

Bin ich der einzige, der das irgendwie merkwürdig findet? Mit diesen Urteilen zeigt sich überdeutlich die Fratze der Mächtigen dieser Welt und die Werte, die sie haben. Menschenleben bedeuten ihnen nichts. Und da regen die Leute sich über das Urteil in Russland gegen die Pussy Riots auf. Als ob die Urteile bei uns im "Westen" irgendwie humaner seien.

Lächerlich.

25 August 2012 | #recht