Emacs viking mode

While I'm a long term emacs user (since 2000), I did not write much emacs lisp over the years. In fact I kept my config unchanged for more than a decade. Happy and lazy, you see.

But lately I stumbled upon a lot of emacs enthusiasts like Sacha Chua. And so, a couple of weeks ago, I started to re-organize my .emacs config. I turned it into an outshine file for better overview, added a version, made it portable (now I use the very same config on Windows, Linux and FreeBSD with various emacs versions). Also I added LOTs of convenient stuff to my emacs. Some are external modules I discovered, some developed myself.

One of the things I added was expand-region, which I love! But I also wanted to be able to delete stuff the same way: just press a key and delete something, press it again and delete more, press it again and delete even much more until finally the whole buffer gets deleted. So I started to implement it on my own. And I learned a lot about lisp in the process. 

However, the code got bigger and bigger and I decided to put it into an extra file, but don't get me wrong: viking-mode is pretty small compared to other modes. While I was at it, I made a minor mode of it. This is not the first time, I created a mode, cisco-mode is my fabrication as well, but this time I tried to make it really good, conforming to all specs and guidelines. Finally my submission to melpa have been accepted and so here it is: my first minor mode on melpa: http://melpa.org/#/viking-mode.

The code itself is hosted on Github. And here is a small demo/screencast I made so you can see how it works:

A word about the name: I choosed this name because viking-mode just deletes things, you do not have to mark them, there's no "Are you sure?" annoyances. It is even possible to disable putting deleted stuff into the kill-ring (which would make it possible to yank it back somewhere). So - it just kills. Like a Viking, hence the name.

16 May 2016 | #emacs

 

... denn Personal kostet Geld, wissen Sie

Selten wird neoliberales Geschäftsebaren so offen sichtbar wie heute, als meine Pizzabestellung von "Joeys Pizza" geliefert wurde. Der Lieferbote unterbreitete mir das Angebot, dass ich bei der nächsten Bestellung irgendein Bonusessen kostenlos dazu bekommen würde. Wenn ich Online bestellen würde (ich hatte telefonisch bestellt). Er wiederholte das mehrmals und betonte, das bekäme man ausschliesslich bei Onlinebestellung, denn (Zitat):

Personal kostet Geld, wissen Sie.

Weiss ich. Und ich weiss auch, dass das der Sinn der Sache ist. Ich bezahle den Pizzaservice und der bezahlt davon die Menschen, die die Arbeit mit meiner Pizza hatten (die dafür sowieso viel zu wenig bekommen). Das schliesst den freundlichen Mensch am Telefon natürlich mit ein.

Und den will Joeys Pizza wohl einsparen. Hätte sich der Lieferant nicht verplappert, wäre mir das gar nicht aufgefallen. Womöglich, nein sogar recht sicher, hätte ich beim nächsten Mal tatsächlich online bestellt. Ist ja auch praktischer. Im Leben wäre mir nicht in den Sinn gekommen, dass ich damit meinen Beitrag zum Stellenabbau bei "Joeys Pizza" geleistet hätte.

Statt dessen werde ich dort weiterhin telefonisch bestellen.

Liebe Betreiber von "Joeys Pizza": wenn Ihr schon Leute auf die Strasse setzen wollt, dann habt gefälligst die Eier, denen die tatsächlichen Gründe ehrlich ins Gesicht zu sagen: Ihr wollt mehr Profit machen. Und nicht "Leider ruft kaum noch jemand an, sorry...".

Verdammts Gesocks. 

Update 2016-04-17:

Nachtrag zu “die Betreiber”: ein US Konzern. Wer hätte das gedacht.

17 April 2016 | #gesellschaft

 

Was darf Satire?

ALLES.

12 April 2016 | #geschwätz

 

Emmerbrot

Heute habe ich Emmerbrot gebacken, nach einem Rezept vom Brotdoc. Tatsächlich habe ich das neulich schonmal gemacht, dieses Mal ist es aber besser geworden. Mein erstes Brot! Schmeckt richtig lecker, unglaublich.

Das Rezept habe ich - Anfänger hin oder her, immerhin habe ich eine Kochausbildung! - trotzdem etwas abgeändert. Zum einen habe ich keinen Sauerteig mit Weizenanstellgut gemacht, sondern statt dessen mein Lievito Madre verwendet, das endlich mal verwendet werden wollte, und wesentlich weniger Hefe benutzt. Statt Weizenmehl beim Hauptteig habe ich Dinkelmehl genommen und ausserdem habe ich Sonnenblumenkerne, Hafer und Leinensamen reingemacht.

Sieht natürlich völlig anders aus, als beim Brotdoc, die Kruste ist etwas zu dunkel geworden, aber ich bin trotzdem stolz. Und das Brot geht weg wie warme Semmeln, sozusagen :) 

2016-04-08 - Emmerbrot Aufgeschnitten:

2016-04-08 - Emmerbrot:

08 April 2016 | #kochen

 

Die Faschisten sind wieder da

Dass die AFD-Wähler deren Programm nicht gelesen haben liegt nicht etwa an mangelndem Interesse oder zu niedrigem IQ, sondern am Nichtvorhandensein eines solchen. Nun ist es geleakt und macht deutlich wes Geistes Kind diese Leute sind.

Mehr Überwachung und Repression, weniger EU, Abschaffung des Arbeitslosengeldes, Abschaffung der Erwerbs-, Grunderwerbs- und Gewerbesteuer, Familienpolitik im 30er Jahre Gustus, Verschärfung des Strafrechts, Herabsetzung des Alters für Strafmündigkeit auf 12 Jahre, Abschaffung des Asylrechts und Ignorieren der Genfer Konvention, Beendigung der Klimapolitik weil es den Klimawandel angeblich nicht gibt, Rückkehr zur Atomenergie, Waffenrecht nach US-Vorbild (aka: Bewaffnung der Bevölkerung), Abschaffung von "Multikulti", Abschaffung der Aufklärung in der Bildung (bzw Verschlimmerung der derzeit ohnehin schlimmen Bildungslage) und vieles mehr (mehr Details bei Rechtsanwalt Thomas Stadler). Und das sind nur die groben Stichpunkte.

Aber, könnte man fragen, hätte die AFD hätte die selben Ergebnisse erzielt, wenn diese Forderungen vorher bekannt gewesen wären? Allerdings waren sie das im Grunde bereits. Vielleicht nicht so schön zusammengeschrieben und zitierbar. Aber wenn man deren Reden verfolgt hat, wurde schon frühzeitig klar, dass es sich um erzreaktionäre Kräfte handelt. Insofern denke ich, hätte das am Wahlergebnis nichts geändert.

Die Frage ist, warum ich die AFD als "Faschisten" bezeichne. Nun - weil die AFD gut finanziert ist, eine Menge mächtiger und/oder reicher Leute machen da mit, manche offiziell, manche im Hintergrund. Eine "Bewegung von unten" wie uns die AFD gerne suggeriert, ist diese Organisation sicher nicht. Das erkennt man alleine daran, wie professionell die Partei aufgestellt und organisiert ist (zumindest im Gegensatz dazu wie das bei anderen jungen Parteien aussah, die "unten" entstanden sind, wie den Grünen oder den Piraten). Hier sind Politprofis am Werk. Die wissen präzise, welche Strippen sie ziehen müssen, um bei grossen Bevölkerungsteilen eine gewünschte Reaktion auszulösen.

Nazis sind "nur" fremdenfeindliche, gewaltbereite Arschlöcher. Davon gibt es in Deutschland hundertausende, in den 30ern waren es Millionen. Das sind die Leute, die den Vormarsch der Faschisten damals ermöglicht haben, das heisst, die jenigen die nachher von nichts gewusst haben wollen. Das exakt gleiche Prinzip kann man heute anhand der AFD erneut live beobachten. Diese Leute, die ich hier (absichtlich provozierend und vereinfachend, sicher) als Nazis bezeichne, führen ein Leben in Existenzangst, Zukunftsangst, Neid, zu grossen Teilen in Armut und sind zu einem sicher nicht unwesentlichen Teil nicht sonderlich gut gebildet. Deren reale Ängste kanalisieren sich in blinder Wut gegen diejenigen, die sich nicht wehren können - Flüchtlinge vor allem - ,  und nicht Zorn gegen die wahren Verursacher, das aktuelle Establishment - was sicher besser wäre - und an dieser Stelle greift die AFD zu und "holt die Leute ab".

Fatal ist das, weil die Leute so blind vor Wut sind, dass sie unzugänglich sind für Argumente, die von ausserhalb ihrer Kreise kommen. Ungemein nützlich für die AFD ist in dem Zusammenhang dann, dass deren Wähler herkömmliche Medien auch gar nicht mehr beachten - also genau die Richtung aus der Aufklärung kommen könnte. Confirmation Bias und kognitive Dissonanz bei der Arbeit.

Und so kann die AFD ihre Steigbügelhalter, mit deren Hilfe sie an die Macht zu kommen hofft, beliebig manipulieren und missbrauchen. Und es ist ein Missbrauch, so viel steht fest. Die allerwenigsten Punkte im Wahlprogram der AFD sind im Interesse ihrer Wähler.

Die Kombination von Geld, Macht und reaktionärer Politik auf Kosten Schwächerer ist die Definition von Faschismus. Im Moment sind die allermeisten Leute deswegen völlig entspannt, wenn man die Kommentare und Talkshows verfolgt. Es überwiegen Spott und Häme gegenüber der AFD. Ich finde es ist ein fataler Fehler, die AFD nicht als das ernst zu nehmen, was sie ist: ein Verein von Faschisten, die nichts weniger als Demokratie und Freiheit abschaffen wollen, um noch mehr Profit machen zu können. Rechte und Menschenleben sind diesen Leuten völlig gleichgültig.

Das ganze ist sehr beängstigend, auch aus anderen Gründen. Zum einen wäre da die von den bisherigen Regierungen kontinuierlich ausgebaute Totalüberwachung der Bevölkerung. Man kann sich gar nicht vorstellen, welchen Schaden eine AFD-Regierung mit diesen Daten anrichten könnte. Dass das ganze nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigen Kommentare wie dieser, die Pegida-Anhnänger zu tausenden hinterlassen:

Deutsche, merkt euch die Namen derer die mit ihrem multikulti- und illegal einwandernden Fachkräfte-Bereicherungs-Wahn Deutschland in den Untergang treiben, Auch sie sollen demnächst die Zeche dafür zahlen.

Und man sollte auch einmal auf die Mimik der beteiligten Akteure achten, zum Beispiel dieses subtile, kaum vorhandene, hämische Grinsen einer Frauke Petry wenn sie mit kritischen Fragen konfrontiert wird, das man eigentlich nur als eines interpretieren kann: "Fragt Ihr nur. Ihr werdet schon sehen, was Ihr davon habt." Sie grinst wie jemand, der mehr weiss, als die Allgemeinheit, jemand "der den Plan kennt". Es ist dieses Grinsen, das den Faschisten in dieser Frau offenbart.

Ausserdem sei noch erwähnt, dass es auch bei uns nur eine Zweidrittelmehrheit in beiden Parlamenten braucht, um nach Belieben in der Verfassung herumschmieren zu können - Victor Orban hat es vorgemacht.

Die AFD muss bekämpft werden. Denn wenn wir heute nicht gegen den Vormarsch der AFD vorgehen, dann werden sehr dunkle Zeiten auf uns zukommen. Und ich meine UNS wörtlich, das wird nicht nur Flüchtlinge oder Fremde betreffen.

Aber es gibt Hoffnung, den vielen Menschen in Deutschland ist ziemlich klar, mit wem sie es zu tun haben:

18 March 2016 | #gesellschaft