First Contact, chapter 21 made my day

An english blog post as an exception - for a reason.

Several days ago I started to read the free ibook In Her Name, First Contact by Michael R. Hicks. I read a lot of books and my favorite are scifi novels. And I usually only read german books (since that's my mother language). Then I stumbled open this ebook and thought to me: give it a try, what about an english book?

What started as an experiment turned very quickly into excitement. This is the first english novel I've ever read. I did read a lot of english stuff, like manpages, howto's, software readme's and the like, but not novels. Too complicated. Some years ago I tried to read John Keats. But guess how it went...

Now, this is a very new experience for me. While on the first pages I still had some difficulties, but they went away. And now I read it as fast as I read german books. I don't translate it in my brain anyway, I just understand it as it is. This is indeed a very great feeling though. Somewhere in the book some people talked and one told the other a time: eighteen hundred and fourty. That took me out of context completely. Not because I didn't understand, but because I DID. For this to understand one needs to know how it sounds for a german to watch american movies where such military time specifications are used: Null Achthundert Vierzig. I'm so used to this kind and just wondered once I stumbled upon it in the original english form - which I didn't have in mind. But I understood it immediately. Weird and wonderfull how the brain works...

Then, how is the book? I just love it! I love the characters, the story behind, the space stuff, the battles and everything. "Alles passt" as I'd say in german just like: everyting is well balanced. It's a fast paced story and I can't hold myself while I have to do other annoying things like eating, working or even spend time with family! I want more of it, better yesterday than now.

I'm not sure, if I'd judge the same, if I'd read the german translation (there is none, afaik) though. Perhaps I would instead hate it. Because sometimes translations miss THE point of a story. I've always heard about it. We'll see. Once there's a german version available I'll give it a try as well.

In the meantime I'm swallowing up this book. I'm not finished yet and started right on chapter 21. Some chapters earlier one of the main characters on board of a space vessel (this is a good example: I absolutely know for sure, what a "space vessel" is, but I am unable to tell it in german) died. I was very angry about this. What a waste! And now entering chapter 21 what do I read? He's alive! Yippieyahiyeh! Was I happy, I can't tell. My wife watched me sitting there with such a big grin on my face and asked me what the bloody hell happend. And I told her: "He's alive! Thanks God!", for which she shook her head not understanding how I could react like this just of a book.

So this is how it feels (for me at least) to read this book. Cool, isn't it?

For the story itself, that's quickly told: an alien race attacks mankind just for the fun of it (for the honor of the aliens ruler, that is). Just a space opera with all the incredients you love about space operas: space ship battles, man-to-man combat (man to women, because the alien warriors are female only, in fact), action, emotions, heros and horror. A fun read.

Oh - and yes there's something to criticize as well, but only one thing and it doesn't really matter for the story: Hicks is also using the hyperspace thing many autors are using. Hyperspace being some space "beneath" normal spacetime you can jump in, fly a little time in there and jump out lots of lightyears away. Of course that's pure nonsense (in my opinion). But I can live with this obstacle, esepecially since it's only this one and it doesn't hurt.

And take it for granted, I'll read all the other books of the series as well.

One last thing: why did I post it in english? I think just to show respect and honor (something I learned from the book, LOL) to the author. He wrote it in english, I read it in english, then why bothering anyone with a german review?

25 July 2012 | #literatur

 

GenderInnen

Es gibt jetzt also ein Plugin von Microsoft, das den Benutzer darin unterstützt, das sogenannte Binnen-I korrekt zu setzen. OMFG. Ich meine, dieses Binnen-I-Zeugs ist eh kaum zu ertragen. Aber jetzt gibt es auch noch Toolunterstützung dafür. Meine Güte.

Ich frage mich angesichts dessen, wie man das Binnen-I eigentlich korrekt verwendet. Immerhin ist die Referenz, wenn es um Sprache und Grammatik geht, ja der Duden. Oder wie es einer der Kommentatoren bei Golem formuliert: "Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen. Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."

Sprich: es gibt keine korrekte Verwendung weil es das komplette Konzept in der geschriebenen deutschen Sprache nicht gibt, und wenn auch noch so viele Leute der Meinung sind, dass dem so sei. Ich versuche mir das vorzustellen, was Verwender des Binnen-I's so durch den Kopf gehen mag. Denken die wirklich, dass sich eine Frau beim Lesen eines Textes, der zum Beispiel das Wort "Der Benutzer" enthält, diskriminiert fühlt oder dass daraus hervorgeht, dass der Autor nur männliche Benutzer meint, wenn er das schreibt? Ich kann mir das nicht vorstellen. So dumm kann kein Mensch sein.

Denn was ist denn Geschlechter-Diskriminierung? Diskriminierung ist etwas dann, wenn es die Intention einer Aussage ist, ein Geschlecht niederzumachen, zu beleidigen oder einfach nur herabzuwürdigen, bzw. schlechter zu behandeln als das andere. Nicht die konkret verwendeten Wörter. Und schon gar nicht die Wörter, mit denen wir uns tagaus- tagein miteinander unterhalten, die wir in der Schule gelehrt bekommen haben und für deren korrekte Verwendung es glasklare (wenn auch komplexe) Regeln gibt.

Ein Beispiel für eine Diskriminierung wäre zum Beispiel: Frau am Steuer - das wird teuer. Hier ist völlig klar, was gemeint ist, nämlich, dass Frauen beim Benutzen eines Kraftfahrzeugs mehr Schäden verursachen als Männer, eine Behauptung die sich über das Vorurteil lustig macht, Frauen seien allgemein wenig bis gar nicht technik-affin. Jedoch - und hierum geht es - die verwendeten Wörter an sich sind jeweils für sich betrachtet völlig wertfrei. Die Diskriminierung ergibt sich aus dem Kontext und aus diesem Kontext ergibt sich die Intention des Verfassers. Hier werden Frauen nicht durch die Schreibweise eines Wortes diskriminiert, sondern durch den Sinn der Aussage an sich.

Wenn man sich indessen diesen Satz hier anschaut:

Während das Massaker in der Diaz-Schule und die Misshandlungn in der Polizeikaserne Bolzaneto faktisch straffrei bleiben, sollen die Demonstranten für angebliche Sachbeschädigung bis zu 14 Jahre Knast absitzen.

Hier wird über ein Ereignis berichtet, ein Fakt dargelegt. Es wird keine Meinung geäussert oder ein Urteil oder irgendetwas in dieser Art. Es steht zweifelsfrei fest, dass der Autor dieses Satzes mit "Demonstranten" nicht in beleidigender Weise Frauen ausgeschlossen hat. Das ergibt sich aus der Intention der Aussage, welche sich wie schon oben gezeigt, aus dem Kontext ergibt, dass es sich um einen Bericht eines Ereignisses handelt, welches stattgefunden hat. Der Begriff "Demonstranten" meint hier - und kann gar nicht meinen - nicht DEN Demonstrant oder DIE Demonstrantin, sondern den Modus Operandi, zu dem ein Bürger (und eine Bürgerin!) wird, sobald er oder sie (man merkt schon, wie nervig das wird), sich dazu entschliesst, auf die Strasse zu gehen und sich für eine Sache einzusetzen. Ob das Männlein oder Weiblein, Greis oder Kleinkind, Homosexueller oder Heterosexueller, Zwei- oder Einbeiner, ja sogar Homo Sapiens oder Bewohner des Planeten Helios Prime - ist, spielt keine Rolle. Jeder Leser weiss automatisch, was man sich unter "Demonstranten" vorzustellen hat. Und zwar zuallererst keine tobende Meute testosterongesteuerter Männchen welcher Spezies auch immer.

Aber, ich habe bei diesen Beispiel natürlich geschummelt. Im Original wird das Wort DemonstrantInnen verwendet. Warum? Man weiss es nicht. Aus Angst vor millitanten Feministinnen, die den Autor lynchen könnten? Keine Ahnung.

Mir ist zwar klar, dass in unserer Sprache praktisch alle Bezeichnungen, die irgendetwas mit Menschen, wie Berufen, Titeln, Ämtern oder Rollen zu tun haben, männlich sind. Warum das so ist, ist auch klar: weil zu den Zeiten, als diese Begriffe entstanden sind, Frauen tatsächlich diskriminiert wurden. Dies ist auch das Argument der Verfechter des Binnen-I. Nur - warum soll ich Texte, die ich schreibe anders formulieren, als wenn ich sie sprechen würde? Das ist ungefähr so, als müsste ich eine neue Fremdsprache lernen: Deutsch. Huh? Und wenn es meine Intention ist, jemanden herabzusetzen, dann würde das anders aussehen, so zum Beispiel:

Verwender des Binnen-I sind nicht ganz dicht.

You get the point...

24 July 2012 | #geschwätz

 

Mitt-Bot - The Missing Link

Die SZ hat einen Artikel über Mitt Romney veröffentlicht. Der Artikel ist hervorragend geschrieben, informativ und ich hatte - vor dem Artikel - nicht den Hauch einer Ahnung von dem, was dort mitgeteilt wird.

Es geht - nur am Rande - um Mitt Romney, dessen soziale Fähigkeiten zwischen einem Roboter und einem Aspi eingeordnet werden können. In dem Artikel (den ich hier wegen LSR nicht verlinke) "Obama-Herausforderer Mitt Romney - Sympathisch wie ein Cyborg" wird über allerlei skurriles und merkwürdiges über Romney berichtet. Allerdings ohne jede Quellenangabe. Lediglich die "Vanity Fair" und die "NY Times" wird erwähnt - allerdings auch ohne Link.

Am liebsten würde ich ja diesen Artikel nehmen, sämtliche Skurrilitäten mit der Quelle verlinken und den als "gefixte Version" veröffentlichen - was aber wohl verboten sein dürfte, also lass ich es lieber. Nichts desto trotz hab ich mich mal auf die Suche begeben und die Quellen gefunden, die ich hier mal verlinken möchte:

Ich denke, die Hauptquelle des Artikels ist Who in God’s Name Is Mitt Romney? im NY Magazine. Im Grossen und Ganzen steht dort alles, was auch im SZ Artikel steht. Die SZ hat den Artikel nicht nur einfach übersetzt, sondern sich durchaus Mühe gemacht - wie gesagt, der SZ Artikel an sich ist gut. Aber eine Quellenangabe würde ihn adeln.

The Retooled, Loose Romney, Guessing Voters’ Age and Ethnicity in der NY Times ist der nächste Link. Im Grunde die zweite Hauptquelle, würde ich sagen. Zum Beispiel die Nummer mit dem "Sie sind Frankokanadier?", die Marotte, das Alter seines Gegenübers zu raten oder jemandem wegen irgendeines Schmarrns zu gratulieren - all das findet sich hier.

Die Sache mit dem Roboter, wonach Mitt Romney von "ostdeutschen Wissenschaftlern" konstruiert worden sei, findet sich in Remember when Jennifer Rubin said Romneycare rendered Romney all but unelectable? im Blog "Legal Insurrection". Das ist nicht die Primärquelle, dort wird nur darüber berichtet, gesagt hat das ein Jonah Goldberg in einem Video.

Tatsächlich findet sich auch in der Vainity Fair ein Artikel über Romney: Why the Mitt Romney and Donald Trump Dinner Fell Apart. Von da kommt der Kalauer mit dem "Smalltalk Plugin" und dem Zusammenhang mit einem Dinner.

Der in der SZ erwähnte "Mitt-Bot" kommt wieder aus der NY Times: Who's on America's Side? Wobei auch das nicht die Primärquelle sein dürfte, zu dem Suchbegriff zeigt Google knapp 6 Millionen Hits an. Scheint also eher ein Meme zu sein, dessen Ursprung woh eher schwierig zu lokalisieren sein dürfte, insofern sei der SZ in diesem einen Fall verziehen.

Der "Serverely Conservative" Spruch kommt vom New Yorker: The Lizza List: A “Severely Conservative” Lexicon.

Die Nummer mit dem "Ich liebe Autos" usw findet sich im DT: ‘The trees are the right height’: Evidence Mitt Romney is an alien? (u.a. dafür gibts auch mehrere Quellen).

In der NY Times gibt es eine Liste von "I like ..." Dingen, die der Songtext eines Mashups der Gregory Brothers darstellt, das sie aus Mitt Romneys dummen Sprüchen zusammen gemixt haben.Meine Lieblingsquelle aber ist die "Romnotron X2" Nummer. Und zwar weil es hierfür tatsächlich nur eine Quelle gibt. Und zwar handelt es sich um einen Kommentar in einem Huffington Post Beitrag. Hier lohnt es sich, auf die Details zu achten, denn in der SZ heisst es:

"Klar, der Romnotron X2 wurde hier zusammengebaut. Aber die Teile kommen aus China, Mexiko und Taiwan. Außer dem Haar. Das ist aus Bangladesh." (Hervorhebung von mir)

Während der HP Kommentator schrieb: "The Romnotron X2 wasn't even made in America. He was assembled here, but his parts are from China and Mexico. Except his hair, I think that's from Taiwan".

Offensichtlich hat da jemand nach tollen Sprüchen über Romney gegoogelt, und zwar nach allem, was irgendwie mit Robotern zu tun hat, ist auf diesen Kommentar gestossen, hat ihn überflogen und in den Artikel übernommen. Nur, dass nun in der SZ Taiwan neben Mexiko und China die Bauteilquelle für Romney ist und die Haare anstatt aus Bangladesh aus Taiwan kommen. Mag spitzfindig sein, aber gerade an diesem Fauxpas sieht man schön, wie man bei der SZ arbeitet.

Ach ja - und "Quelle Internet" findet sich auch in dem Artikel, bzw dort heisst es "... im Internet ...". Geradeso, als ob "Das Internet" soetwas wie Zimmer 12 in der Schulbibliothek sei, da geht man dann einfach rein und die Bibliothekarin gibt einem sogleich Einblick in eines der paar abgegriffenen Bücher aus dem einzigen Regal im Raum hinter ihr. Jedenfalls scheinen diese sogenannten "Journalisten" sich das so vorzustellen oder es so an ihre Leser verkaufen zu wollen. Denn die paar Hanseln die die gedruckte SZ tatsächlich noch lesen (und tragen können!) betrachten "Das Internet" wahrscheinlich als genau das: ein modrig riechendes Zimmer irgendwo hinter Tadschikistan angefüllt mit den geistigen Ergüssen abnormer Cretins.

Aber ich schweife ab...

Hätte nun also der besagte SZ Artikel diese Links enthalten (oder wenigstens einige davon (oder wenigstens einen davon!!einself1!)), dann wäre die Lektüre umso erheiternder gewesen. Ich hätte richtig lange richtig viel zu lesen gehabt.

Was ich aber nun eigentlich sagen wollte: der Artikel ist im Grunde in dreifacher Hinsicht ein Debakel. Es fängt damit an, dass die SZ, die ja bekanntlich einer der Lobbyisten hinter dem "Leistungsschutzrecht" ist, es unterlässt, Quellen - zumal öffentlich verfügbare - zu nennen. Während sie sich darüber echauffieren, wenn "irgendwelche Raubkopierverbrecher" im "pösen Internet" ständig deren Qualitätswerke im Ganzen (sic) raubkopieren und nicht mal den Verlag als Quelle nennen. Als ob das irgendjemand machen würde! Die SZ selber aber schert sich einen Scheissdreck um Quellenangaben. Der komplette Artikel ist randvoll mit Zitaten und Quasi-Zitaten und es gibt keinen einzigen Link. Eine Schande ist das.

Zum anderen ist das gerade deshalb eine Schande, weil praktisch alle Quellen dieses Artikels aus dem Netz stammen. Ich glaube nicht, dass der Autor des Artikels die Printausgaben der NY Times oder der Huffington Post (gibts die überhaupt als Print?) vorliegen hatte. Oh nein, der Autor hat nur gegoogelt, was ich oben anhand des Romnotrons X2 ja bewiesen habe.

Aber zum eigentlichen Debakel wird der Artikel, weil es ihn ohne das Netz gar nicht geben würde. Wären die SZ Autoren im Verlagsgebäude offline (was ich denen mal dringend empfehlen würde, so wie die immer über das Internet meckern!), dann würde es wahrscheinlich gut die Hälfte aller Artikel nicht geben. Womöglich mehr. Vielleicht wäre die SZ schon halb so dick, wenn man von der SZ aus nur Google nicht aufrufen könnte. Und diese Leute, die sich googelnd und klickend "Artikel" aus den Fingern saugen, die es ohne die Arbeit ANDERER niemals geben würde, wagen es, für sich ein "Leistungsschutzrecht" zu verlangen! Ich meine, wie ich schon erwähnte, der Artikel an sich ist Klasse, da gibts es inhaltlich nichts auszusetzen. Wenn man es aber im Lichte der Attitüde betrachtet, die Verlage wie die SZ zum Thema Internet an den Tag legen, dann kann einem nur speiübel werden.

Ein Debakel eben. Und am schlimmsten ist, dass die Zielgruppe, die den Artikel in der Printausgabe von Jetzt oder SZ letztlich lesen werden, überhaupt nicht an solcherlei Details interessiert sind.

Solche Leute, die über das Internet als Sündenpfuhl lamentieren, nur um einen Moment später bei Amazon ein Buch zu bestellen. Da rollen sich einem doch die Zehennägel auf.

23 July 2012 | #gefunden

 

Terraduino Bugfix

Ich steuere ja mein Terrarium mit einem Eigenbau-Controller, dem TerraDuino. Der hatte immer das Problem, dass er ab und zu ausgefallen ist. Oder in der Früh sind die Lichter nicht angegangen. Sehr zum Frust des Lichts meines Lebens.

Nun hat sich herausgestellt, dass ich einen Bug in meinem Code hatte. Und zwar wegen der millis() Funktion der Arduino Platform. Der Fehler wird u.a. hier ganz gut beschrieben. Im Grunde hatte ich sogar mehrere Probleme:

Ich benutze den Rückgabewert von millis() (der die Millisekunden seit dem letzten reset zurückgibt), um in den verschiedenen Schedulerfunktionen zu schauen, ob sie loslaufen sollen. Dazu merke ich mir den letzten Wert von millis(), bilde dann die Differenz und wenn die grösser als der vorgegebene Timerintervall ist, geht er in die Funktion.

Der erste Fehler war, dass ich den Wert in einem signed long gespeichert habe. millis() gibt aber einen unsigned long Wert zurück. Wie man bei Arduino nachlesen kann, passt in den Wert die Zeit von knapp 50 Tagen, danach kommt es zu einem rollover, d.h. es fängt wieder bei Null an. Aber nicht bei mir. Da meine Variable ein signed long war, sprang er bei mir folglich schon nach der Hälfte der Zeit in den negativen Bereich, anstatt wieder bei Null anzufangen.

Das zum Einen. Dann hatte ich - da mir der Rollover bekannt war - extra eine Abfrage eingebaut und meine Variable auf 0 gesetzt, sobald der Rückgabewert von millis() kleiner als der letzte war. Da die Variable aber mit negativen Werten gefüllt war, hätte es 25 Tage gebraucht, bis er wieder in den positiven Bereich gekommen wäre. Und in der Zeit hat er nicht geschaltet.

Zum anderen war die Variable für den Intervall ein Integer. Auf der Arduinoseite steht sogar recht deutlich, dass man Berechnungen mit dem Rückgabewert von millis() nicht mit Integers machen soll, weil das sonst unvorhersehbare Ergebnisse haben kann. Ich denke in meinem Fall ist er auch ab und zu gecrashed. Da bin ich mir aber nicht sicher, weil ich eigentlich auch den Watchdogtimer verwende, der - wenn der Code hängt - nicht mehr resettet würde und eigentlich zu einem Reboot führen müsste. Tat er aber nicht. Entweder sind die Lichter nicht angegangen oder sie sind ausgegangen. Und zwar während der Controller noch lief (er hat eine Kontroll-LED, die durch die Software eingeschaltet wird, die müsste aus sein, wenn er wirklich tot wäre, war sie aber nie).

Nun, jetzt habe ich also sämtliche an den Timerberechnungen beteiligten Variablen auf unsigned long umgestellt und ich habe die Abfrage, ob der Rollover stattfand, entfernt. Der Gag ist nämlich, dass der Prozessor automatisch ein temporäres Bit an die Variable anhängt, wenn das Rechenergebnis nicht in die Variable passt (siehe Forumthread, den ich oben verlinkt habe). Dadurch kriegt man immer das richtige Ergebnis und muss sich um den Rollover gar nicht kümmern!

Das einzige, was ich noch nicht verstanden habe, warum der Compiler meinen alten Code klaglos compiliert hat, in dem ich eine Berechnung mit einem Integer und einem signed long gemacht habe. Hätte er mich ja drauf hinweisen können.

Gestern abend hab ich den Controller also upgedated, als die Barties schliefen und die Lichter aus waren. Nun wollen wir mal sehen, ob's das wirklich war.

22 July 2012 | #terrarium

 

rcsedit commandline Editor für PodWiki

Hier möchte ich mal ein kleines Scriptchen vorstellen, mit dem man Wikiseiten für PodWiki auf der Commandline erstellen und bearbeiten kann. Das ist manchmal recht praktisch, man muss nicht im Webinterface rumgurken. Und es hat den Vorteil, dass man auf diese Weise auch mal ein Porno Wiki während der Arbeitszeit bearbeiten kann (nicht, dass ich sowas tun würde *g*). Sozusagen der NSFW compatibility layer von PodWiki.

Also hier ist das Script:

#!/bin/sh

page=$1
me=`whoami`
www="www"

if test -z "$page"; then
        echo "Usage: $0 <page>"
        exit 1
fi

if ! test -e "$page"; then
        touch "$page"
        ci -t$page -minitial-checkin "$page"
        co "$page"
fi

meta=`md5 -q $page`
sudo chown $me "$page" "${page},v"

echo n | co -l "$page"
vi $page
newmeta=`md5 -q $page`
if test "$meta" = "$newmeta"; then
        echo "$page hasn't changed"
else
        ci -t-$page -mChangedByShellUser $page
fi
co -f $page
sudo chown www "$page" "${page},v"

Die Variable $www in der 5ten Zeile muss man womöglich seinen Gegebenheiten anpassen.

20 July 2012 | #source