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Soldatenfliegen Zucht

Ich hatte ja neulich schon mal ein Foto vom Kopf einer Soldatenfliege gepostet. Das konnte ich machen, weil ich inzwischen angefangen habe, die zu züchten. Wobei es mir nicht um die Soldatenfliege sondern um deren Larven geht, die ich an meine Barties verfüttern kann.

Das schöne an Soldatenfliegen ist, dass sie sauber sind, es kommt kein Schimmel auf und sie übertragen keine Krankheiten. Ideal für Bartagamen heutzutage, da diese mittlerweile so empfindlich für Krankheiten und Parasiten geworden sind (durch Überzüchtung und Inzucht, da es keine frischen Gene mehr gibt durch den Exportverbot von Australien - den ich aber grundsätzlich gut finde).

Ich habe zwei Anleitungen gefunden, einmal hier in einem Forum und hier eine amerikanische Seite wo es aber eher ums Kompostieren geht, was die Soldatenfliegenmaden nämlich auch gut können. Ich hab nicht extra eine Box für die Fliegen gebaut, sondern meine vorhandene Heuschreckenbox genommen, die ohnehin gerade leer ist, Foto siehe Anhang.

Und hier ein kurzes Video von meinen Soldatenfliegen in Aktion. Sobald die Fliegen dem Licht ausgesetzt sind, legen sie unverzüglich los und fliegen herum wie die Irren und poppen, was das Zeug hält:

 

Und sobald man sie aus dem Licht nimmt, ist Ruhe. Dann sitzen sie apathisch an den Wänden herum und tun nichts. Im Moment hab ich noch keine Maden, insofern ist der Pflegeauswand momentan gleich null. Nur ab und zu Wasser reinsprühen und gut ist. Fressen tun die Soldatenfliegen nichts, weil sie keine Mundwerkzeuge haben. Also machen sie auch keinen Dreck, man muss nicht reinigen oder so. Eben in jeder Hinsicht praktisch. Und sie fliegen auch recht langsam. Man kann eine Soldatenfliege, wenn sie zufällig entwischt ist, mit der Hand im Flug fangen.

2012-07-08 - Soldatenfliegenbox:

↷ 08.07.2012 🠶 #terrarium

Denunziantismus 2.0

Facebook will von seinen Usern wissen, ob ihre Freunde ihren echten Realname oder ein Pseudonym verwenden.

Dass viele Leute dort nicht ihren echten Namen benutzen, ist allgemein bekannt und nichts neues. Im Großen und Ganzen toleriert Facebook das auch, was bleibt ihnen auch übrig, jetzt da die Userzahl mit dem Aktienkurs gekoppelt ist.

Dass sich viele Leute darüber aufregen, verwundert trotzdem nicht. Es ist Anstiftung zum Denunziantentum und sowas kotzt einen halt an. Interessant ist, dass die gleichen Leute aber letztlich Verständnis für die Klarnamenpolitik von Facebook haben, weil das so in deren AGB steht, Beispiel:

Leider muss man sagen, dass die Maßnahmen Facebooks, User mit Fantasienamen zu finden, zwar unschön, aber rechtens sind. In den FAQs steht eindeutig, dass Nutzer nur ihre echten Namen angeben dürfen bzw. Spitznamen, solange sie eine Variante des Vornamens sind, Konsequenzen bei Zuwiderhandlungen werden jedoch nicht genannt. Dass sich Facebook aber in letzter Konsequenz vorbehält, entsprechende Accounts zu löschen, sollte trotzdem jedem bewusst sein. [Hervorhebung von mir]

Tatsächlich ist es nicht rechtens. Denn was bedeutet "rechtens" denn? Dass eine Sache im Einklang mit dem Gesetz ist, was im Fall der AGBs von Facebook nämlich nicht der Fall ist. Denn selbstverständlich habe ich als Bürger das Recht, anonym zu kommunizieren. Und Facebook ist ein "soziales Netzwerk" und dient vor allem einem Zweck: der Kommunikation.

Mit Sicherheit werden aber viele Leute der Aufforderung zum Denunzieren nachkommen, leider. Man könnte auch sagen, weil es Deppen sind. Hier ein paar Beispiele solcher Leute aus den Kommentaren der beiden oben verlinkten Blogs:

Aufregerthema? Nein! Ich finde diesen Schritt weder bedenklich noch Stasimäßig. Ganz in Gegenteil. Ich finde es klasse und notwendig um ein Vernünftiges Netzwerk von REALEN Kontakten zu pflegen. Bin mir sicher das das nun wieder in den nächsten Tagen aufgebauscht wird und sich Hinz und Kunz aufregen werden. Aber es sind nun mal Facebook Regeln und wer da nicht mitspielen will soll sich halt aufregen

Oder:

Finde ich gut. Wie oft wurde ich von Leuten mit einer Freundschafts-Anfrage belästigt, die ein nicht-öffentliches Profil hatten und sich z.B. “Ginas Schatzi” nennen. Ohne Foto. Und dann soll man wissen, wer das ist…

Und so weiter. Was ich vor allem überhaupt nicht verstehen kann, was für ein Problem die mit Pseudonymen haben. Wir haben früher in Foren (und z.T. auch heute noch) zu Zigtausenden miteinander kommuniziert und alle waren anonym. Und wir haben uns sogar im Reallive regelmäßig getroffen. Sogar meine Frau hab ich so kennengelernt. Also was wollen die mir erzählen? Dass man anonym keine Leute kennenlernen kann? Oder Spass haben kann?

Einmal mehr sehe ich mich bestätigt, dass Facebook kein "soziales Netzwerk" ist, sondern einfach nur Asozial.

↷ 07.07.2012 🠶 #recht

Toleranz - oder wie man sich verträgt

via reddit.

2012-07-05 - being an atheist in the bible belt:

↷ 05.07.2012 🠶 #gefunden

Spendenlauf für Grundschule in Shambu, Oromo/ET

Die Walliser Grundschule in Fürstenriedwest/München führt dieses Jahr wieder einen Spendenlauf durch. Jeder Schüler wird durch einen Sponsor unterstützt. Die Gelder werden verwendet, um die Grundschule in Shambu, Äthiopien weiter aufzubauen. Wer mitmachen möchte, über die Projektseite kann man Kontakt aufnehmen.

Ich bin jedenfalls dabei.


↷ 03.07.2012 🠶 #charity

Diaspora Pod nomed.de gekillt

Nachdem mein Diasporapod nomed.de sowieso schon seit geraumer Zeit nicht mehr lief, ich ihn seit Monaten nicht mehr geupdatet und noch länger nicht mehr benutzt habe (von Anderen mal ganz abgesehen), hab ich ihn nun gelöscht und meine alte Wikiseite wieder eingeschaltet.

Die Idee von Diaspora war ja, ein soziales P2P-Netzwerk zu schaffen um sich unabhängig von irgendwelchen Herstellern oder Staaten zu machen. Gute Idee, finde ich auch immer noch. Nur funktionieren tut es nicht.

Zum einen gibt es das übliche Henne-Ei Problem: es kommen keine neuen User dazu weil niemand da ist, den sie kennen. Und hier beisst sich die Katze in den Schwanz, denn ein Vorteil (und im Grunde sogar Zweck!) eines sozialen Netzwerkes ist es ja, dass man dort auch Leute kennenlernen kann.

Aber nicht bei Diaspora. Ich hatte da also meinen Pod aufgesetzt, mir einen User erstellt und war: ALLEIN. Weder hat irgendwer im Diasporanetz mitbekommen, dass es mich gibt, noch hab ich von irgendwem was mitbekommen. Eine Suchfunktion gibt es, ja. Aber die ist auf Postings beschränkt, die der lokale Pod schon kennt. In meinem Fall demnach halt keine. Super.

Ich bin ohnehin ein Web 2.0 Muffel. Mich nervt das Zeug eher. Vielleicht liegt das auch an meinem Alter. Oder an meinen - aus web20-Sicht - nicht vorhandenen "sozialen Kompetenzen". Wie dem auch sei, allein auf seinem eigenen Pod rumzudaddeln hat mir noch weniger Spass gemacht, als überhaupt ein soziales Netz. Vor Jahren hatte ich mal einen Facebook Account. Wie sich das für einen Paranoiker wie mich gehört, natürlich unter falschem Namen. Da hatte ich zumindest ein paar Kontakte und über einen dieser Kontakte hatte ich sogar mal Fische bekommen. Aber Facebook hat den Account irgendwann gesperrt und ich wollte nicht mehr. Seither wars das mit dem Thema für mich.

Und dann kommt Diaspora daher und ich denke mir: Hui, das was für einen wie mich! Tja. Wohl eher auch nicht. Sehr schade. Anscheinend haben sie das o.g. Problem inzwischen gelöst, ich weiss es nicht. Ist mir nun aber auch egal. Ich hätte auch gerne da mitentwickelt, kann ich ja. Aber Ruby! Goodness! Das geht gar nicht. Und was für ein Krampf, das alles zum Laufen zu kriegen. Dafür hab ich auch keine Zeit mehr heutzutage.

Nun hab ich den Pod also gelöscht (wirklich unter Verwendung von "rm -rf", ja!), die Datenbank ebenso. Und nochmal versuchen werd ich's nicht. Und ehrlich gesagt glaube ich auch nicht, dass Diaspora es eines Tages schafft, eine ernstzunehmende Alternative für Facebook zu werden. Man kann einfach nicht einerseits die Privatsphäre schützen und andererseits jedem alles mögliche zugänglich machen. Das beisst sich eben.

Die einzige Frage, die ich mir schon immer stelle ist die, warum Dinge wie Facebook eigentlich "Soziales Netzwerk" genannt werden. Ist doch eigentlich genau umgekehrt, oder? Nicht nur, wie sich dort die meisten Leute verhalten (definiv asozial), weil die Leute heutzutage nichts mehr von Netiquette gehört haben, sondern auch wie sich Facebook selbst verhält. Und so ist das im Grunde bei Allen Grossen.

Wenn sie wenigstens gegenüber dem Staat ihre User schützen würden. Aber nein, das tun sie auch nicht. Da kann kommen wer will, solang es auf dot gov endet, kriegt man beliebige Auskünfte. Soll das sozial sein? Ich brauch das jedenfalls nicht.

 

↷ 03.07.2012 🠶 #server